Hepatitis B

Lesedauer etwa 10 Minuten · Fachlich durchgesehen am 4.9.2026 von Dr. Linda Tamme

Ein positiver Befund der Mutter bleibt für das Kind fast folgenlos – wenn in den ersten zwölf Stunden nach der Geburt das Richtige geschieht.

Hepatitis B ist die einzige Infektion im Eltern-Kind-Pass, bei der ein positiver Befund der Mutter beim Kind fast vollständig folgenlos bleiben kann – vorausgesetzt, in den ersten zwölf Stunden nach der Geburt geschieht das Richtige. Deshalb wird in der Schwangerschaft getestet, und deshalb ist dieser Test einer der wirksamsten in der gesamten Vorsorge.

Warum Hepatitis B in der Schwangerenbetreuung getestet wird

Das Hepatitis-B-Virus kann bei der Geburt von der Mutter auf das Kind übergehen. Ohne Maßnahmen liegt die Wahrscheinlichkeit dafür je nach Virusmenge im Blut der Mutter zwischen zehn und über neunzig Prozent. Das allein wäre schon Grund genug zu testen – der eigentliche Grund liegt aber in dem, was danach passiert.

Ein Erwachsener, der sich mit Hepatitis B ansteckt, wird in über neunzig Prozent der Fälle wieder vollständig gesund. Bei einem Neugeborenen ist es umgekehrt: Neun von zehn infizierten Säuglingen entwickeln eine chronische Hepatitis B. Und aus einer chronischen Hepatitis B entstehen im Lauf von Jahrzehnten Leberzirrhose und Leberkrebs – bei etwa einem Viertel der Betroffenen.

Je jünger der Mensch bei der Ansteckung, desto wahrscheinlicher der chronische Verlauf. Das ist die zentrale Zahl dieses Themas, und sie erklärt, warum eine Untersuchung, die bei den allermeisten Frauen negativ ausfällt, trotzdem bei jeder gemacht wird.

Der Test findet in Österreich im Rahmen der dritten Untersuchung des Eltern-Kind-Passes statt, zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche, gemeinsam mit der zweiten großen Blutabnahme und dem Zuckerbelastungstest. Wann dieses Fenster in Ihrer Schwangerschaft liegt, rechnet der Mutter-Kind-Pass-Planer aus.

Was der Befund bedeutet

Gesucht wird das HBs-Antigen, ein Bestandteil der Virushülle. Sein Nachweis im Blut zeigt, dass eine Infektion besteht – ob frisch oder chronisch, sagt er zunächst nicht.

HBsAg negativ heißt: keine Infektion. Das ist der Befund bei der überwiegenden Mehrheit der Schwangeren in Österreich. Damit ist das Thema erledigt.

HBsAg positiv heißt: Das Virus ist vorhanden. Jetzt folgen weitere Untersuchungen, die klären, wie ansteckend die Situation ist – vor allem die Bestimmung der Viruslast (HBV-DNA) und des HBe-Antigens, dazu die Leberwerte und der Ausschluss weiterer Infektionen. Diese Abklärung gehört in die Hände einer Infektiologie oder Hepatologie, und sie geschieht in Ruhe: Es besteht kein Grund zur Eile, denn die entscheidenden Maßnahmen greifen erst um den Geburtstermin.

Ein Punkt, der oft Erleichterung bringt: Ein positiver Befund ist keine Aussage über Lebensführung. Hepatitis B wird über Blut, sexuelle Kontakte und von der Mutter auf das Kind übertragen. Ein erheblicher Teil der in Europa lebenden Betroffenen hat sich als Kind in einem Land mit hoher Verbreitung angesteckt und weiß bis zur Schwangerschaft nichts davon.

Was mit dem Kind geschieht

Ist die Mutter HBsAg-positiv, bekommt das Neugeborene innerhalb von zwölf Stunden nach der Geburt zwei Spritzen in verschiedene Beine:

  • Hepatitis-B-Immunglobulin – fertige Antikörper, die sofort wirken, aber nur wenige Wochen halten. Das ist die passive Immunisierung.
  • Hepatitis-B-Impfstoff – der Anstoß für das eigene Immunsystem, der Wochen braucht, aber bleibt. Das ist die aktive Immunisierung.

Diese Kombination heißt Simultanimpfung und verhindert die Übertragung in über 90 Prozent der Fälle. Die Impfserie des Kindes wird anschließend nach dem regulären Impfplan fortgesetzt, mit einer Kontrolle des Impferfolgs im Alter von etwa neun bis zwölf Monaten.

Bei sehr hoher Viruslast der Mutter wird zusätzlich ab dem letzten Schwangerschaftsdrittel ein antivirales Medikament gegeben, meist Tenofovir. Es senkt die Virusmenge im Blut so weit, dass die Restwahrscheinlichkeit einer Übertragung weiter sinkt. Diese Behandlung ist in der Schwangerschaft gut untersucht und wird nach der Geburt in der Regel wieder beendet.

Die zwölf Stunden sind die einzige harte Frist in diesem Thema. Deshalb muss ein positiver Befund im Mutter-Kind-Pass stehen und der Geburtsklinik bekannt sein – nicht erst am Tag der Geburt erwähnt werden. Wer zwischen zwei Ordinationen wechselt oder in einem anderen Bundesland entbindet, sollte den Befund selbst mitführen.

Fragen, die dabei regelmäßig gestellt werden

Muss ich einen Kaiserschnitt haben? Nein. Ein Kaiserschnitt senkt das Übertragungsrisiko nicht nennenswert, wenn die Simultanimpfung erfolgt. Die Geburtsplanung richtet sich nach geburtshilflichen Gesichtspunkten wie bei jeder anderen Schwangerschaft.

Darf ich stillen? Ja. Bei ordnungsgemäß durchgeführter Simultanimpfung ist Stillen ausdrücklich möglich. Diese Antwort überrascht viele Frauen und ist einer der wichtigsten Sätze des ganzen Gesprächs. Bei blutenden Rhagaden an der Brustwarze wird vorübergehend pausiert.

Kann eine Fruchtwasseruntersuchung das Virus übertragen? Das Risiko ist sehr gering, aber nicht null. Bei hoher Viruslast wird abgewogen, ob eine invasive Untersuchung wirklich nötig ist oder ob nicht-invasive Verfahren genügen.

Muss mein Partner getestet werden? Ja, und das Umfeld ebenso. Nicht infizierte Haushaltsmitglieder und Partner sollen geimpft werden.

Was ist mit älteren Geschwisterkindern? Kinder, die in Österreich nach dem regulären Impfplan geimpft wurden, sind über die Sechsfachimpfung geschützt. Bei Kindern, die im Ausland geboren oder unvollständig geimpft wurden, wird der Status geprüft und die Impfung nachgeholt. Getestet werden sie nur dann, wenn eine Ansteckung möglich war – etwa weil sie bei der Geburt keine Simultanimpfung erhalten haben.

Die Impfung

Der Hepatitis-B-Impfstoff enthält nur ein gentechnisch hergestelltes Oberflächenprotein – keine Viren, weder lebende noch abgetötete. Er ist damit ein Totimpfstoff und in der Schwangerschaft und Stillzeit unbedenklich.

In Österreich ist die Hepatitis-B-Impfung Teil der Sechsfachimpfung im Säuglingsalter und im kostenfreien Kinderimpfprogramm enthalten. Wer als Erwachsene keinen Schutz hat, kann ihn jederzeit nachholen: üblicherweise drei Dosen nach dem Schema 0 – 1 – 6 Monate. Für Menschen mit erhöhtem Risiko – medizinische Berufe, Haushaltskontakte, Reisen in Länder mit hoher Verbreitung, wechselnde Partnerschaften – ist sie ausdrücklich empfohlen.

Der Schutz hält nach vollständiger Grundimmunisierung nach heutigem Wissen sehr lange, bei Immungesunden meist lebenslang. Routinemäßige Auffrischungen sind für die Allgemeinheit nicht vorgesehen; bei bestimmten Berufsgruppen wird der Antikörperspiegel kontrolliert.

Ein Nebeneffekt, der selten erwähnt wird: Die Hepatitis-B-Impfung war der erste Impfstoff überhaupt, der eine Krebsart verhindert hat. In Taiwan, wo 1984 flächendeckend geimpft wurde, sank die Häufigkeit von Leberkrebs bei Kindern und jungen Erwachsenen um ein Vielfaches. Erst Jahrzehnte später kam mit der HPV-Impfung ein zweiter dazu.

Wie Hepatitis B übertragen wird

Über Blut und Körperflüssigkeiten. Das Virus ist erheblich ansteckender als HIV – schon kleinste Blutmengen genügen, und es überlebt außerhalb des Körpers mehrere Tage.

Die relevanten Wege sind:

  • ungeschützter Geschlechtsverkehr – in Europa der häufigste Weg bei Erwachsenen
  • von der Mutter auf das Kind unter der Geburt
  • gemeinsam benutzte Spritzen
  • Tätowierungen und Piercings unter unzureichenden hygienischen Bedingungen
  • Nadelstichverletzungen im medizinischen Bereich

Nicht übertragen wird es beim Händeschütteln, über gemeinsames Geschirr, über Lebensmittel, beim Husten oder über den Toilettensitz. Diese Aufzählung gehört ausgesprochen, weil ein positiver Befund im Umfeld regelmäßig zu einer Ausgrenzung führt, für die es keinen Anlass gibt.

Wie eine Infektion verläuft

Zwischen Ansteckung und Erkrankung liegen sechs Wochen bis sechs Monate. Ein Drittel der Infizierten bemerkt gar nichts, ein Drittel hat unspezifische Beschwerden – Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Gelenkschmerzen –, und ein Drittel entwickelt das typische Bild mit Gelbfärbung von Haut und Augen, dunklem Harn, hellem Stuhl und Druck im rechten Oberbauch.

Bei Erwachsenen heilt die Erkrankung in über neunzig Prozent der Fälle vollständig aus und hinterlässt einen lebenslangen Schutz. Sehr selten – bei etwa einem von hundert – nimmt sie einen fulminanten Verlauf mit akutem Leberversagen.

Bleibt das HBs-Antigen länger als sechs Monate nachweisbar, spricht man von einer chronischen Hepatitis B. Sie verläuft über Jahre still und wird häufig zufällig entdeckt – nicht selten eben bei einer Schwangerschaftsuntersuchung. Behandelbar ist sie gut: Moderne antivirale Medikamente unterdrücken die Vermehrung des Virus zuverlässig und verhindern damit das Fortschreiten zur Zirrhose. Heilbar im Sinne einer vollständigen Beseitigung des Virus ist sie in der Regel nicht, weshalb die Behandlung dauerhaft ist und die Betreuung in einer Spezialambulanz stattfindet.

Hepatitis A, B und C – was sie unterscheidet

Der gemeinsame Name führt regelmäßig in die Irre. Es handelt sich um drei völlig verschiedene Viren, die nur eines teilen: Sie befallen die Leber. Übertragungsweg, Verlauf, Behandlung und Vorbeugung unterscheiden sich grundlegend.

Hepatitis AHepatitis BHepatitis C
ÜbertragungNahrung, Wasser, SchmierinfektionBlut, Sexualkontakt, Mutter auf Kindvor allem Blut
Chronisch möglichneinjaja, häufig
Impfungjajanein
Heilbarheilt von selbstbehandelbar, selten heilbarin über 95 % heilbar

Bemerkenswert ist die letzte Zeile. Bei Hepatitis C, gegen die es keine Impfung gibt, führt eine acht- bis zwölfwöchige Tablettenbehandlung heute in über 95 Prozent der Fälle zur vollständigen Ausheilung. Bei Hepatitis B, gegen die eine sehr gute Impfung existiert, ist das Gegenteil der Fall: Die Behandlung unterdrückt das Virus zuverlässig, beseitigt es aber meist nicht. Vorbeugen und Behandeln sind hier ungleich verteilt – ein Grund mehr, die verfügbare Impfung auch zu nutzen.

Hepatitis A spielt in der Schwangerschaft kaum eine Rolle und wird nicht routinemäßig getestet. Hepatitis C wird in Österreich nicht flächendeckend in der Schwangerschaft untersucht, aber bei Risikofaktoren gezielt – und dann auch behandelt, in der Regel nach der Geburt und nach der Stillzeit.

Wenn Sie aus einem Land mit hoher Verbreitung kommen

In Mitteleuropa liegt der Anteil chronisch Infizierter unter einem Prozent. In Teilen Ost- und Südosteuropas, in weiten Teilen Asiens und in Afrika südlich der Sahara liegt er um ein Vielfaches höher; in manchen Regionen sind mehr als acht von hundert Menschen betroffen.

Wer dort geboren wurde, hat sich mit erhöhter Wahrscheinlichkeit bereits als Kind angesteckt – häufig bei der Geburt oder in den ersten Lebensjahren, also genau in dem Alter, in dem ein chronischer Verlauf am wahrscheinlichsten ist. Die Infektion verläuft dann über Jahrzehnte ohne Beschwerden, und die Schwangerschaft ist nicht selten der erste Anlass, bei dem sie überhaupt bemerkt wird.

Daraus folgt kein Grund zur Beunruhigung, sondern ein praktischer Rat: Wenn Sie aus einer solchen Region stammen oder Ihre Eltern es tun, lohnt es, den Status zu kennen – am besten vor einer Schwangerschaft. Der Test ist eine Blutabnahme. Fällt er positiv aus, ist die Erkrankung gut behandelbar, das Kind lässt sich schützen, und die eigene Leber lässt sich regelmäßig kontrollieren. Fällt er negativ aus und besteht kein Impfschutz, lässt sich der nachholen.

Die Beratung dazu kann in dieser Ordination auf Deutsch oder Englisch stattfinden.

Was für die Frau selbst wichtig ist

Eine chronische Hepatitis B beeinflusst die Schwangerschaft in aller Regel nicht. Die Schwangerschaft ihrerseits kann die Leberwerte verändern – meist harmlos, gelegentlich mit einem Aufflackern nach der Geburt, weshalb Kontrollen im Wochenbett vorgesehen sind.

Bei der Verhütung nach der Geburt gibt es keine besonderen Einschränkungen: Hormonelle Methoden, Spirale und Barrieremethoden sind bei stabiler Lebersituation möglich. Bei fortgeschrittener Lebererkrankung wird das anders beurteilt – hier lohnt der Blick auf die hormonfreien Möglichkeiten im Verhütungsvergleich.

Und für die Zeit danach gilt, was für jede chronische Erkrankung gilt: Die regelmäßige Kontrolle ist der eigentliche Schutz. Halbjährliche Ultraschalluntersuchungen der Leber und die Bestimmung der Leberwerte sind bei chronischer Hepatitis B vorgesehen, weil ein Leberkarzinom im Frühstadium behandelbar ist und im Spätstadium kaum noch.

Ein positiver Befund im Alltag

Eine chronische Hepatitis B ist in Österreich meldepflichtig – das betrifft die Gesundheitsbehörde und dient der Erfassung, nicht der Veröffentlichung. Für Ihr Umfeld, Ihren Arbeitgeber oder Ihre Versicherung ergibt sich daraus keine Mitteilungspflicht.

Im Berufsleben gibt es nur wenige Einschränkungen, und sie betreffen ausschließlich Tätigkeiten mit verletzungsträchtigen invasiven Eingriffen im medizinischen Bereich – etwa in der Chirurgie. Für praktisch alle anderen Berufe, für Kinderbetreuung, Gastronomie, Pflege oder Büroarbeit, folgt aus einem positiven Befund nichts.

Im Haushalt gelten schlichte Regeln: Zahnbürste, Rasierer, Nagelschere und Blutzuckermessgeräte werden nicht geteilt, kleine Wunden werden abgedeckt, und verschüttetes Blut wird mit einem üblichen Flächendesinfektionsmittel aufgenommen. Küssen, Umarmen, gemeinsames Essen, gemeinsame Handtücher und gemeinsames Baden sind unproblematisch. Und das Wichtigste: Alle Haushaltsmitglieder und der Partner sollen geimpft werden – danach entfällt auch der Rest der Sorge.

Diese Sätze stehen hier so ausführlich, weil die soziale Belastung eines positiven Befundes in aller Regel größer ist als die medizinische. Wer weiß, was tatsächlich gilt, muss sich weniger erklären.

Wie es weitergeht

Der Test gehört zur regulären Schwangerenbetreuung und muss nicht eigens verlangt werden. Wenn Sie eine Schwangerschaft planen, lohnt es, den Impfstatus vorher zu klären – dann ist die Frage im Fall der Fälle schon beantwortet.

Zur Einordnung zum Schluss: Von allen Untersuchungen im Eltern-Kind-Pass ist der Hepatitis-B-Test derjenige mit dem günstigsten Verhältnis zwischen Aufwand und verhindertem Schaden. Er kostet eine Blutabnahme, die ohnehin stattfindet. Fällt er negativ aus – was bei der großen Mehrheit der Fall ist –, hat er nichts weiter gekostet. Fällt er positiv aus, verhindert eine Spritze in den ersten zwölf Lebensstunden mit über neunzigprozentiger Wahrscheinlichkeit eine chronische Lebererkrankung, die das Kind sein ganzes Leben begleitet hätte. Solche Verhältnisse gibt es in der Medizin selten. Termin vereinbaren. Was vor einer Schwangerschaft sonst noch geprüft gehört, steht im Vorsorge-Fahrplan und bei Röteln.

Häufige Fragen

Ich bin HBsAg-positiv – kann ich normal entbinden?

Ja. Ein Kaiserschnitt bringt keinen nachweisbaren Vorteil, wenn das Kind rechtzeitig die Simultanimpfung erhält. Die Geburtsplanung folgt geburtshilflichen Gesichtspunkten.

Darf ich mit Hepatitis B stillen?

Ja, sofern das Kind die Simultanimpfung erhalten hat. Nur bei blutenden Rissen an der Brustwarze wird vorübergehend pausiert.

Wird bei jeder Schwangerschaft neu getestet?

Ja. Der Test gehört zur dritten Untersuchung des Eltern-Kind-Passes in jeder Schwangerschaft, weil eine Ansteckung zwischenzeitlich stattgefunden haben kann.

Ich bin geimpft – wird trotzdem getestet?

Ja, der Test ist Teil des Programms. Bei vollständig Geimpften fällt er negativ aus; die Impfung erzeugt Antikörper gegen das Oberflächenprotein, nicht das Antigen selbst.

Muss der Impfschutz aufgefrischt werden?

Für die Allgemeinbevölkerung nicht. Nach vollständiger Grundimmunisierung hält der Schutz bei Immungesunden sehr lange. Bei medizinischen Berufen wird der Antikörperspiegel kontrolliert.

Kann mein Kind trotz Impfung erkranken?

Sehr selten. Die Simultanimpfung verhindert die Übertragung in über 90 Prozent der Fälle; deshalb wird der Impferfolg im Alter von neun bis zwölf Monaten kontrolliert.

Quellen

  1. Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz: Impfplan Österreich 2026.
  2. World Health Organization: Hepatitis B vaccines – WHO position paper. Weekly Epidemiological Record 2017.
  3. European Association for the Study of the Liver: EASL Clinical Practice Guidelines on hepatitis B virus infection. Journal of Hepatology 2017;67:370–398.
  4. Pan CQ u. a.: Tenofovir to prevent hepatitis B transmission in mothers with high viral load. New England Journal of Medicine 2016;374:2324–2334.
  5. Chang MH u. a.: Universal hepatitis B vaccination and hepatocellular carcinoma in Taiwan. New England Journal of Medicine 1997;336:1855–1859.

Dieser Text ist allgemeine Information und ersetzt kein ärztliches Gespräch: Er kennt Ihre Vorgeschichte nicht und kann Sie nicht untersuchen. Wenn etwas an Ihrer Lage von dem abweicht, was hier steht, ist genau diese Abweichung das Entscheidende.

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