Keuchhusten (Pertussis)

Lesedauer etwa 10 Minuten · Fachlich durchgesehen am 4.9.2026 von Dr. Linda Tamme

Für Erwachsene ein zäher Husten, für ein Neugeborenes lebensbedrohlich. Warum in der Schwangerschaft geimpft wird – und warum in jeder erneut.

Keuchhusten ist für Erwachsene eine zähe, wochenlange Angelegenheit – und für ein Neugeborenes lebensbedrohlich. Zwischen diesen beiden Sätzen liegt der Grund, warum in Österreich seit Jahren jeder Schwangeren eine Impfung empfohlen wird, die nicht sie selbst schützen soll, sondern ihr Kind in den ersten Lebenswochen. Diese Seite erklärt, wie das funktioniert, wann geimpft wird und warum der Zeitpunkt so genau festgelegt ist.

Warum Keuchhusten in die Schwangerenbetreuung gehört

Ein Neugeborenes kann sich nicht selbst schützen. Die eigene Grundimmunisierung gegen Keuchhusten beginnt erst im Alter von zwei Monaten und ist nach der dritten Teilimpfung frühestens mit einem knappen halben Jahr belastbar. Genau in dieser Lücke – von der Geburt bis etwa zum vierten Lebensmonat – verlaufen Keuchhusteninfektionen am schwersten.

Säuglinge in den ersten Lebenswochen husten oft gar nicht typisch. Stattdessen setzen sie mit der Atmung aus: Apnoen, Blauwerden, Trinkschwäche. Der Großteil aller keuchhustenbedingten Krankenhausaufenthalte und praktisch alle Todesfälle betreffen Kinder unter sechs Monaten. Das ist keine historische Zahl, sondern die aktuelle Lage – auch in Ländern mit gut funktionierenden Impfprogrammen.

Angesteckt werden diese Kinder fast immer von Erwachsenen im engsten Umfeld, die selbst nur einen hartnäckigen Husten haben und gar nicht auf die Idee kommen, dass es Keuchhusten sein könnte. In Untersuchungen zur Ansteckungsquelle waren es überwiegend die Eltern, Geschwister und Großeltern.

Aus dieser Konstellation folgen zwei Strategien, die einander ergänzen: die Impfung der Schwangeren, damit das Kind mit eigenem Schutz zur Welt kommt, und die Impfung des Umfelds, damit es gar nicht erst angesteckt wird.

Wie die Impfung in der Schwangerschaft wirkt

Der Wirkmechanismus ist bemerkenswert einfach. Wird eine Schwangere geimpft, bildet sie Antikörper. Diese Antikörper gehen ab etwa der 30. Schwangerschaftswoche in großer Menge über den Mutterkuchen auf das Kind über – aktiv, gegen das Konzentrationsgefälle, durch eigene Transportmechanismen des Mutterkuchens. Das Kind kommt also nicht mit einer Restmenge zur Welt, sondern mit einem Antikörperspiegel, der den der Mutter übertreffen kann.

Dieser Leihschutz, der sogenannte Nestschutz, hält einige Monate und überbrückt damit genau die Lücke bis zur eigenen Grundimmunisierung. Danach baut er sich ab – weshalb die eigenen Impfungen des Kindes trotzdem nötig bleiben.

Wie gut das funktioniert, ist ungewöhnlich klar belegt. In England, wo das Programm 2012 nach einem schweren Ausbruch eingeführt wurde, sank die Erkrankungshäufigkeit bei Säuglingen unter drei Monaten drastisch; die Wirksamkeit gegen schwere Verläufe lag in den Auswertungen bei über 90 Prozent. Vergleichbare Zahlen kamen aus den USA, Australien und Spanien.

Der Zeitpunkt: 27. bis 36. Woche

Empfohlen wird die Impfung in Österreich in jeder Schwangerschaft, vorzugsweise zwischen der 27. und 36. Schwangerschaftswoche. Dieses Fenster ist kein Zufall, sondern das Ergebnis zweier gegenläufiger Überlegungen.

Nicht zu früh: Der aktive Antikörpertransport über den Mutterkuchen läuft im letzten Schwangerschaftsdrittel am stärksten. Wird zu früh geimpft, ist der Spiegel der Mutter zum Zeitpunkt des Haupttransports bereits wieder gesunken.

Nicht zu spät: Der Aufbau der Antikörper braucht etwa zwei Wochen. Wird in der letzten Woche geimpft, ist bis zur Geburt zu wenig Zeit, um ausreichend zu übertragen.

Wird die Impfung versäumt, bleibt sie trotzdem sinnvoll – bis zur Geburt und auch danach. Nach der Geburt schützt sie das Kind zwar nicht mehr über den Mutterkuchen, aber sie verhindert, dass die Mutter selbst zur Ansteckungsquelle wird. In diesem Fall wird unmittelbar im Wochenbett geimpft.

Geimpft wird in jeder Schwangerschaft erneut, auch wenn die letzte nur ein Jahr zurückliegt. Der Grund ist derselbe wie oben: Es zählt nicht der Schutz der Mutter, sondern die Höhe des Antikörperspiegels genau in diesem dritten Trimester.

Welcher Impfstoff verwendet wird

Ein reiner Keuchhustenimpfstoff ist nicht im Handel. Verwendet wird ein Kombinationsimpfstoff gegen Diphtherie, Tetanus und Pertussis in der Erwachsenendosierung – abgekürzt dTpa, wobei die kleinen Buchstaben für die verringerte Antigenmenge stehen. Häufig ist zusätzlich eine Komponente gegen Kinderlähmung enthalten (dTpa-IPV); auch die ist in der Schwangerschaft unbedenklich.

Es handelt sich um einen Totimpfstoff. Er enthält keine vermehrungsfähigen Erreger, sondern gereinigte Bestandteile, und ist damit – anders als der Masern-Mumps-Röteln-Impfstoff – in der Schwangerschaft ausdrücklich zugelassen und empfohlen. Diese Unterscheidung zwischen Tot- und Lebendimpfstoff ist die wichtigste Faustregel für Impfungen in der Schwangerschaft überhaupt.

Die Verträglichkeit ist gut. Häufig sind Schmerz, Rötung und Schwellung an der Einstichstelle, gelegentlich Abgeschlagenheit oder leichtes Fieber für ein bis zwei Tage. In den großen Auswertungen, in denen Hunderttausende geimpfte Schwangerschaften nachverfolgt wurden, fand sich keine Häufung von Fehlbildungen, Frühgeburten oder Komplikationen. Auch die Sorge, ein kurzer Mindestabstand zu einer vorangegangenen Tetanusimpfung könne schaden, ließ sich nicht bestätigen.

Das Umfeld: die Kokon-Strategie

Der zweite Baustein heißt Kokon-Strategie und meint: Wer regelmäßig engen Kontakt zu einem Neugeborenen haben wird, soll geimpft sein, damit das Kind gar nicht erst in die Nähe des Erregers kommt.

Das betrifft konkret:

  • den Partner oder die Partnerin
  • Geschwisterkinder – sie sind die häufigste Quelle überhaupt
  • Großeltern, die betreuen werden
  • Tagesmütter, Babysitter, enge Freunde mit häufigem Kontakt

Für Erwachsene gilt in Österreich eine Auffrischung mit dTpa alle zehn Jahre, ab dem 60. Lebensjahr alle fünf. Wer im Umfeld eines erwarteten Kindes länger als fünf Jahre keine Auffrischung hatte, sollte sie spätestens vier Wochen vor der Geburt bekommen – dann ist der Schutz aufgebaut, wenn er gebraucht wird.

Diese Empfehlung ist übrigens die einzige Gelegenheit in der gesamten Schwangerenbetreuung, bei der die Ordination etwas für Menschen empfiehlt, die gar nicht ihre Patientinnen sind. Sie wird trotzdem regelmäßig ausgesprochen, weil sie wirkt.

Der Vollständigkeit halber gehört dazu, dass die Kokon-Strategie allein nicht ausreicht. Sie hat eine Schwäche, die in Untersuchungen deutlich wurde: Sie setzt voraus, dass sich tatsächlich alle impfen lassen, die Kontakt haben werden – und das gelingt selten vollständig. Deshalb ist die Impfung der Schwangeren der verlässlichere Weg: Sie hängt an einer einzigen Entscheidung statt an fünf, und sie wirkt unmittelbar dort, wo der Schutz gebraucht wird. Das Umfeld zu impfen bleibt sinnvoll, ersetzt die eigene Impfung aber nicht.

Ein praktischer Hinweis für Familien mit älteren Kindern: Wenn ohnehin eine Auffrischung ansteht, lohnt es, sie in die Schwangerschaft zu legen statt danach. Ein Geschwisterkind, das seine Auffrischung im Kindergartenalter erhält, ist damit gerade in der Zeit geschützt, in der ein Neugeborenes im Haus ist – und Geschwisterkinder sind, wie oben erwähnt, die häufigste einzelne Ansteckungsquelle.

Wie Keuchhusten verläuft

Der Erreger ist das Bakterium Bordetella pertussis. Es setzt sich an der Flimmerhärchenschicht der Atemwege fest und gibt Giftstoffe ab, die diese Schicht lahmlegen. Der Husten ist die Folge davon, dass die normale Selbstreinigung der Atemwege ausfällt – und er hält deshalb so lange an, weil die Regeneration dieser Schicht Wochen dauert.

Der Verlauf gliedert sich in drei Abschnitte. Zunächst ein bis zwei Wochen mit dem Bild einer gewöhnlichen Erkältung – Schnupfen, leichter Husten, kaum Fieber. Genau in dieser Phase ist die Ansteckungsgefahr am höchsten, und genau in dieser Phase denkt niemand an Keuchhusten. Dann folgen vier bis sechs Wochen mit den namensgebenden Hustenanfällen: stakkatoartige Stöße, gefolgt von einem ziehenden Einatmen, oft mit Würgen oder Erbrechen am Ende, gehäuft nachts. Zum Schluss klingt der Husten über weitere Wochen bis Monate langsam ab – im Chinesischen heißt die Erkrankung deshalb „Hundert-Tage-Husten".

Bei Erwachsenen fehlt das typische Bild oft. Zurück bleibt ein trockener Husten, der einfach nicht aufhört, der den Schlaf raubt und für den kein Grund gefunden wird. Wer länger als drei Wochen hustet, sollte an Keuchhusten denken lassen – nicht der eigenen Beschwerden wegen, sondern wegen der Menschen um sich herum.

Bei Säuglingen fehlen die Anfälle häufig ganz. Stattdessen dominieren Atempausen und Trinkschwäche. Ein Neugeborenes, das schlecht trinkt und blass oder bläulich wird, gehört unverzüglich in ärztliche Beurteilung.

Warum Keuchhusten nicht verschwindet

Anders als bei Masern oder Röteln hinterlässt weder die Erkrankung noch die Impfung einen lebenslangen Schutz. Nach einer durchgemachten Infektion hält er etwa zehn bis zwanzig Jahre, nach einer Impfung mit den heutigen azellulären Impfstoffen kürzer – meist vier bis zwölf Jahre.

Daraus folgt zweierlei. Erstens: Erwachsene sind eine große, ständig nachwachsende Gruppe von Empfänglichen, und sie sind der Grund, warum der Erreger trotz Kinderimpfprogrammen nirgends ausgerottet wurde. Zweitens: Auffrischungen sind kein Formalismus, sondern notwendig – bei Keuchhusten mehr als bei anderen Impfungen.

Es erklärt auch, warum eine durchgemachte Erkrankung die Impfung in der Schwangerschaft nicht ersetzt. Der Schutz mag noch bestehen, sein Antikörperspiegel ist aber nicht hoch genug, um im dritten Trimester in relevanter Menge übertragen zu werden.

Wie Keuchhusten festgestellt wird

Die Diagnose ist schwieriger, als man erwarten würde, und der Grund dafür ist der zeitliche Verlauf. Der Nachweis der Erreger-Erbsubstanz aus einem Nasen-Rachen-Abstrich per PCR ist die zuverlässigste Methode – aber nur in den ersten zwei bis drei Wochen. Danach sind die Bakterien oft schon nicht mehr nachweisbar, während der Husten gerade erst seinen Höhepunkt erreicht.

Später hilft die Serologie: Antikörper gegen das Pertussis-Toxin im Blut. Sie ist erst ab etwa der dritten Krankheitswoche aussagekräftig und lässt sich bei kürzlich Geimpften schwer deuten, weil die Impfung dieselben Antikörper erzeugt. Ein einzelner erhöhter Wert beweist deshalb wenig; entscheidend sind Höhe, Verlauf und der Abstand zur letzten Impfung.

Praktisch bedeutet das: Wer den Verdacht früh äußert, bekommt eine klare Antwort. Wer sechs Wochen wartet, weil der Husten ja irgendwann von selbst aufhören wird, bekommt meist keine mehr. Für eine Schwangere kurz vor dem Termin und für die Menschen um ein Neugeborenes ist dieser Unterschied erheblich – von der Diagnose hängt ab, ob behandelt wird und ob Kontakte vorbeugend Antibiotika bekommen.

Was in der Schwangerschaft sonst noch geimpft wird

Keuchhusten ist die bekannteste, aber nicht die einzige Impfung, die in der Schwangerschaft nicht der Mutter, sondern dem Kind gilt. Das Prinzip ist immer dasselbe: Antikörper der Mutter gehen im letzten Drittel über den Mutterkuchen über und tragen die ersten Lebensmonate.

Grippe. Die Influenzaimpfung ist in jedem Schwangerschaftsdrittel empfohlen und schützt doppelt: Schwangere erkranken schwerer als Nichtschwangere, und Säuglinge unter sechs Monaten können selbst noch nicht geimpft werden, erkranken aber besonders schwer. Sie wird in der Grippesaison gegeben, unabhängig von der Schwangerschaftswoche.

RSV. Seit wenigen Jahren steht ein Impfstoff gegen das Respiratory-Syncytial-Virus für Schwangere zur Verfügung, üblicherweise zwischen der 24. und 36. Woche verabreicht. RSV ist der häufigste Grund, warum Säuglinge im ersten Lebenswinter ins Krankenhaus kommen. Alternativ steht ein Antikörperpräparat zur Verfügung, das dem Kind direkt gegeben wird. Welcher Weg in Ihrem Fall vorgesehen ist, hängt vom Geburtstermin und vom jeweils aktuellen österreichischen Impfplan ab.

COVID-19. Auch hier ist die Impfung in der Schwangerschaft empfohlen und überträgt Antikörper auf das Kind.

Alle diese Impfstoffe sind Totimpfstoffe. Die Faustregel bleibt: Totimpfstoffe sind in der Schwangerschaft möglich und teils ausdrücklich empfohlen, Lebendimpfstoffe wie Masern-Mumps-Röteln und Windpocken gehören davor – siehe Röteln.

Wenn in der Schwangerschaft ein Kontakt bestand

Für die Schwangere selbst ist Keuchhusten unangenehm, aber nicht gefährlich für das Kind: Das Bakterium überträgt sich nicht über den Mutterkuchen und verursacht keine Fehlbildungen. Die Sorge betrifft die Zeit nach der Geburt.

Bei engem Kontakt zu einer nachgewiesen erkrankten Person kommt eine vorbeugende Gabe von Antibiotika in Frage, besonders wenn die Geburt bevorsteht. Makrolide sind in der Schwangerschaft einsetzbar; die Entscheidung hängt vom Zeitpunkt und von der Enge des Kontakts ab und gehört besprochen, nicht nachgeschlagen.

Ist die Schwangere selbst erkrankt, wird behandelt – auch das mit einem Makrolid. Die Behandlung verkürzt den Husten nur wenig, beendet aber die Ansteckungsfähigkeit nach wenigen Tagen. Genau darum geht es kurz vor einer Geburt.

Was in Österreich vorgesehen ist

Der österreichische Impfplan sieht die dTpa-Impfung in jeder Schwangerschaft zwischen der 27. und 36. Woche vor. Für Kinder beginnt die eigene Grundimmunisierung im dritten Lebensmonat als Teil der Sechsfachimpfung; sie ist im kostenfreien Kinderimpfprogramm enthalten. Für Erwachsene ist die Auffrischung alle zehn Jahre vorgesehen, ab 60 alle fünf.

Die Impfung in der Schwangerschaft ist in Österreich – anders als in manchen Nachbarländern – nicht durchgängig kostenfrei; die Handhabung unterscheidet sich je nach Bundesland und Kasse. Fragen Sie in der Ordination oder in der öffentlichen Impfstelle nach dem aktuellen Stand, bevor Sie sich davon abhalten lassen: Die Kosten liegen im Bereich weniger Impfstoffpreise, der verhinderte Schaden nicht.

Wann in Ihrer Schwangerschaft die 27. Woche erreicht ist, rechnet der Geburtsterminrechner aus, und welche Untersuchungen in dasselbe Fenster fallen, zeigt der Mutter-Kind-Pass-Planer.

Wie es weitergeht

Die Impfung wird im Rahmen der Schwangerenbetreuung besprochen und kann in der Ordination verabreicht werden. Bringen Sie Ihren Impfpass mit – auch den des Partners, wenn Sie ihn finden; die häufigste Antwort auf die Frage nach der letzten Auffrischung lautet „irgendwann nach einer Schnittverletzung", und das ist selten eine brauchbare Grundlage. Termin vereinbaren. Welche Impfungen vor einer Schwangerschaft abgeschlossen sein sollten, steht bei Röteln und im Vorsorge-Fahrplan.

Häufige Fragen

Ich wurde vor zwei Jahren geimpft – muss ich in der Schwangerschaft trotzdem?

Ja. Es geht nicht um Ihren eigenen Schutz, sondern um die Höhe des Antikörperspiegels im dritten Trimester, damit genug übertragen wird. Deshalb wird in jeder Schwangerschaft neu geimpft, unabhängig vom Abstand.

Schadet die Impfung meinem Kind?

Nach heutigem Wissen nicht. In Auswertungen mit Hunderttausenden geimpfter Schwangerschaften fand sich keine Häufung von Fehlbildungen, Frühgeburten oder Komplikationen. Es handelt sich um einen Totimpfstoff ohne vermehrungsfähige Erreger.

Kann ich gleichzeitig gegen Grippe geimpft werden?

Ja. Beide Impfungen sind in der Schwangerschaft empfohlen und können am selben Tag in verschiedene Arme gegeben werden.

Ersetzt meine Impfung die Impfungen meines Kindes?

Nein. Der Nestschutz hält einige Monate und überbrückt nur die Zeit bis zur eigenen Grundimmunisierung, die im dritten Lebensmonat beginnt.

Ich habe Keuchhusten gehabt – reicht das?

Nein. Der Schutz nach durchgemachter Erkrankung hält nicht lebenslang, und der Antikörperspiegel ist zu niedrig, um in relevanter Menge auf das Kind überzugehen.

Was, wenn ich die 36. Woche schon überschritten habe?

Impfen lassen Sie sich trotzdem – bis zur Geburt und im Zweifel unmittelbar danach. Für den Nestschutz ist es dann zu spät, für den Schutz Ihres Kindes vor Ihnen selbst nicht.

Quellen

  1. Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz: Impfplan Österreich 2026.
  2. Amirthalingam G u. a.: Effectiveness of maternal pertussis vaccination in England. The Lancet 2014;384:1521–1528.
  3. World Health Organization: Pertussis vaccines – WHO position paper. Weekly Epidemiological Record 2015.
  4. Kharbanda EO u. a.: Evaluation of the association of maternal pertussis vaccination with obstetric events and birth outcomes. JAMA 2014;312(18):1897–1904.
  5. Robert Koch-Institut: RKI-Ratgeber Keuchhusten (Pertussis), Berlin 2025.

Dieser Text ist allgemeine Information und ersetzt kein ärztliches Gespräch: Er kennt Ihre Vorgeschichte nicht und kann Sie nicht untersuchen. Wenn etwas an Ihrer Lage von dem abweicht, was hier steht, ist genau diese Abweichung das Entscheidende.

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