Leistungen
Von der Mädchensprechstunde bis zu den Wechseljahren: Was die Ordination im Einzelnen anbietet – und was sie nicht leistet.
Die Ordination deckt die ganze Breite der Frauenheilkunde ab – von der ersten Mädchensprechstunde bis zur Begleitung durch die Wechseljahre. Was das im Einzelnen heißt, steht hier.
Verhütung
Beratung zu allen Methoden und deren Anwendung: Pille, Minipille, Vaginalring, Verhütungspflaster, Drei-Monats-Spritze, hormonfreie Methoden und – als Schwerpunkt der Ordination – die Spiralen. Zur Beratung gehört, dass am Ende eine Entscheidung steht, die zu Ihrem Leben passt und nicht nur zu einer Tabelle.
Welche Methode wie sicher ist, zeigt der Verhütungsvergleich mit den tatsächlichen Versagerquoten bei üblicher Anwendung – nicht nur mit den Werten, die bei perfekter Anwendung gelten.
Spiralen
Einlage von Hormonspiralen (Jaydess, Kyleena, Mirena), Kupfer- und Goldspiralen. Der Ablauf ist zweistufig: erst ein Beratungs- und Kontrolltermin mit Ultraschall, Nativ- und Kulturabstrichen, dann der Einlagetermin selbst. Diese Trennung ist kein Umweg, sondern der Grund, warum das Einsetzen zügig und schmerzarm gelingt.
Die einzelnen Spiralen mit Liegedauer, Größe, Hormonmenge und Preis stehen im Spiralenvergleich; ausführlicher beschrieben sind sie auf der Seite Spiralen.
Schwangerschaft
Schwangerschaftsfeststellung und die Untersuchungen des Eltern-Kind-Passes: die fünf geburtshilflichen Untersuchungen, die Ultraschalluntersuchungen und die Laboruntersuchungen. Der Zuckerbelastungstest dauert mindestens zwei Stunden und wird nicht in dieser Ordination durchgeführt – er erfolgt nach Terminvereinbarung im Labor, manche Allgemeinmediziner bieten ihn ebenfalls an. Seit 1. Oktober 2026 refundiert die Krankenkasse einen vierten Ultraschall vor der Geburt. Ein 3D-Bild ist medizinisch nicht nötig und hängt von der Lage des Kindes ab: Ergibt es sich leicht, gibt es eines dazu – versprechen lässt es sich nicht.
Wann welche Untersuchung ansteht, rechnet der Mutter-Kind-Pass-Rechner aus Ihrem Geburtstermin aus – mit den konkreten Zeitfenstern und als Kalenderdatei zum Mitnehmen.
Kinderwunsch
Vorbereitung und Beratung: Rötelnschutz prüfen und, falls nötig, impfen – in der Schwangerschaft ist das nicht mehr möglich. Schilddrüse, Eisen und Vitamin D bestimmen. Folsäure beginnen, und zwar vier Wochen vor der Empfängnis, nicht erst danach: Das Neuralrohr des Kindes schließt sich in einem Zeitraum, in dem viele noch gar nichts von der Schwangerschaft wissen.
Dazu die Zyklusdiagnostik – wann der Eisprung stattfindet, ob er überhaupt stattfindet, und ab wann eine weitere Abklärung sinnvoll ist. Das fruchtbare Fenster lässt sich vorab selbst bestimmen.
Vorsorge und Krebsfrüherkennung
Die jährliche gynäkologische Untersuchung mit Tastuntersuchung, Ultraschall der Gebärmutter und der Eierstöcke sowie Untersuchung der Brust. Dazu der Krebsabstrich (PAP), bei jeder Vorsorge und in jedem Alter. Ein HPV-Test wird angeschlossen, wenn der Abstrich auffällig ist – dann übernimmt ihn auch die Kasse. Als Reihenuntersuchung ohne Indikation zahlt sie ihn nicht; auf Wunsch ist er jederzeit möglich, dann als Privatleistung.
Was hier nicht hingehört, und wonach trotzdem oft gefragt wird: Die allgemeinen Laborwerte – Blutbild, Blutzucker, Blutfette, Leber- und Nierenwerte, Schilddrüse – sind Teil der Vorsorgeuntersuchung (Gesundenuntersuchung) bei der Hausärztin oder dem Hausarzt. Nur in deren Rahmen übernimmt die Kasse sie. Werden dieselben Werte hier angefordert, ohne dass ein konkreter Verdacht dahintersteht, zahlen Sie sie selbst. Ebenso die Darmkrebsvorsorge: Die Koloskopie – die Darmspiegelung – läuft über den Hausarzt. Sie ist nicht zu verwechseln mit der Kolposkopie, der Lupenuntersuchung des Gebärmutterhalses, die hier stattfindet.
Welche Untersuchung in Ihrem Lebensjahr vorgesehen ist und was die Kasse davon zahlt, zeigt der Vorsorge-Fahrplan.
Wechseljahre
Abklärung und Behandlung von Wechselbeschwerden. Wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen den drei Beschwerdebereichen – körperlich, seelisch, urogenital –, weil sich die Behandlungswege unterscheiden: Hitzewallungen sprechen zuverlässig auf eine Hormontherapie an, Scheidentrockenheit auf eine örtliche Behandlung, die kaum in den Blutkreislauf gelangt, und Stimmungsveränderungen können multifaktoriell sein und bedürfen gegebenenfalls einer psychotherapeutischen Abklärung und Unterstützung auswärts.
Wie stark Ihre Beschwerden ausgeprägt sind, lässt sich mit dem Wechseljahre-Test nach der Menopause Rating Scale bestimmen – elf Fragen, die aus „mir geht es nicht gut“ ein Gespräch mit Zahlen machen.
Zyklusstörungen
Zu starke, zu lange, zu häufige oder ausbleibende Blutungen, Zwischenblutungen und schmerzhafte Regelblutungen. Häufige Ursachen sind Myome, Polypen, eine Schilddrüsenfunktionsstörung, ein polyzystisches Ovarsyndrom oder eine Endometriose – alle gut abklärbar, und keine davon etwas, das man aushalten müsste.
Genitale Infektionen
Abklärung und Behandlung von Ausfluss, Juckreiz und Brennen: Pilzinfektionen, bakterielle Vaginose, Chlamydien und andere sexuell übertragbare Infektionen. Untersucht wird mit Nativpräparat und, wo nötig, mit Kulturen und PCR.
Impfberatung
Gardasil 9 gegen humane Papillomaviren – in Österreich vom vollendeten 9. bis zum vollendeten 21. Lebensjahr im kostenfreien Impfprogramm. Empfohlen ist sie bis zum vollendeten 30. Lebensjahr, ab 21 allerdings auf eigene Kosten – und auch darüber hinaus möglich, wenn Sie sie wünschen. Shingrix gegen Gürtelrose. Dazu die Frage, welcher Impfschutz vor eine Schwangerschaft gehört und welche Impfungen während der Schwangerschaft möglich und empfohlen sind.
Mädchensprechstunde
Der erste Termin bei einer Frauenärztin muss keine Untersuchung enthalten. Er kann ein Gespräch sein: über den Zyklus, über Verhütung, über die HPV-Impfung, über das, was gerade Sorgen macht. Was untersucht wird, entscheiden Sie – und Begleitung ist willkommen, ebenso wie deren Abwesenheit.
Was die Ordination nicht leistet
Diese Ordination ist keine Notfalleinrichtung und keine Geburtsklinik. Bei akuten Beschwerden außerhalb der Ordinationszeiten wenden Sie sich an das nächstgelegene Krankenhaus; der Ärztefunkdienst in Wien ist unter 1450 erreichbar, der Rettungsdienst unter 144.