Mutter-Kind-Pass: alle Termine aus dem Geburtstermin
Der Mutter-Kind-Pass sieht fünf ärztliche Untersuchungen in der Schwangerschaft vor, dazu Ultraschall, Hebammenberatungen und Gespräche – seit 1. Oktober 2026 nach einem erweiterten Programm. Aus Ihrem Geburtstermin entsteht hier die Liste mit den konkreten Zeitfenstern; jede Untersuchung hat einen Rahmen von mehreren Wochen, nicht einen Stichtag. Zum Mitnehmen als Kalenderdatei (.ics).
Was der Mutter-Kind-Pass ist – und was er wert ist
Seit Jänner 2024 heißt er offiziell Eltern-Kind-Pass; im Sprachgebrauch ist er der Mutter-Kind-Pass geblieben. Seit 1. Oktober 2026 gilt ein neues Programm: fünf ärztliche Untersuchungen in der Schwangerschaft, vier Ultraschalluntersuchungen, zwei Hebammenberatungen, ein Gesundheitsgespräch und eine Untersuchung beim Hausarzt – dazu die Untersuchungen des Kindes bis zum Schulalter.
Die finanzielle Seite ist keine Nebensache: Ohne die fünf ärztlichen Untersuchungen, dokumentiert innerhalb ihrer Fenster, wird das Kinderbetreuungsgeld gekürzt. Deshalb zählt das Fenster mehr als der genaue Tag – eine zwei Wochen verspätete Untersuchung ist medizinisch weiter etwas wert, verwaltungstechnisch nicht. Die freiwilligen Termine haben auf das Geld keinen Einfluss.
Was sich am 1. Oktober 2026 geändert hat: Die Eltern-Kind-Pass-Untersuchungsprogramm-Verordnung hat die Regelung von 2002 abgelöst. Neu sind eine Untersuchung beim Hausarzt, ein Gesundheitsgespräch über psychosoziale Belastungen, eine zweite Hebammenberatung und ein vierter Ultraschall vor der Geburt; mehrere Zeitfenster haben sich verschoben. Die Verordnung gilt auch für Schwangerschaften, die vorher begonnen haben. Die Umstellung auf die elektronische Führung läuft noch – vorerst bleibt der Pass auf Papier in Gebrauch.
Die drei Termine, nach denen am häufigsten gefragt wird
Der Zuckerbelastungstest (24.–28. SSW)
Nüchtern erscheinen, rund zwei Stunden einplanen: nüchterne Messung, 75 g Zucker trinken, zwei weitere Messungen. Wegen dieser Dauer wird der Test nach Terminvereinbarung im Labor durchgeführt, manche Allgemeinmediziner bieten ihn ebenfalls an – nicht diese Ordination. Ein auffälliges Ergebnis ist keine Katastrophe – vier von fünf Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes kommen allein mit einer Ernährungsumstellung aus.
Das Organscreening (18.–22. SSW)
Die ausführlichste Ultraschalluntersuchung der ganzen Schwangerschaft: Herz, Gehirn, Wirbelsäule, Bauchwand, Nieren, Gliedmaßen, Fruchtwassermenge und Sitz des Mutterkuchens. Zeit mitbringen – oft dauert es 45 Minuten und länger.
Das Hebammengespräch (14.–20. SSW)
Eine Stunde, kostenlos, und seit Oktober 2026 freiwillig. Nehmen Sie es trotzdem wahr: Es ist das ausführlichste Gespräch der ganzen Schwangerschaft – und zwischen der 24. und 34. Woche folgt ein zweites.
Quellen
Er rechnet mit Mittelwerten. Ihr Körper tut das nicht. Das Ergebnis ist ein Ausgangspunkt für ein Gespräch, kein Befund – und es sieht nicht, was eine Untersuchung zeigen würde.
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