Welche Vorsorgeuntersuchung steht mir wann zu?

Die Abstände sind nicht für alle gleich: Der Krebsabstrich gehört zu jeder jährlichen Vorsorge, ab 45 kommt die Mammografie dazu, und die allgemeinen Laborwerte laufen über den Hausarzt. Der Fahrplan zeigt, was in Ihrem Alter ansteht, was davon die Kasse zahlt und was die nächsten zehn Jahre bringen.

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Das ganze Programm im Überblick

Untersuchung Alter Abstand Wer zahlt
Gynäkologische Vorsorgeuntersuchung 18+ jährlich Kassenleistung über die e-card
Krebsabstrich (PAP-Test) 20+ jährlich Kassenleistung über die e-card
HPV-Test – zur Abklärung 30+ bei auffälligem Abstrich, bei der nächsten Untersuchung Kassenleistung nur bei Indikation – sonst Privatleistung
HPV-Impfung 9–30 zwei Impfungen im Abstand von sechs bis zwölf Monaten kostenfrei bis zum vollendeten 21. Lebensjahr, danach Selbstzahlerleistung
Mammografie auf Anmeldung 40–44 alle 2 Jahre kostenlos, nach Anmeldung zum Programm
Früherkennungsmammografie 45–74 alle 2 Jahre kostenlos, e-card automatisch freigeschaltet
Mammografie ab 75 75+ alle 2 Jahre kostenlos, nach Anmeldung
Vorsorgeuntersuchung (Gesundenuntersuchung) 18+ jährlich Kassenleistung über die e-card – beim Hausarzt
Darmkrebsvorsorge 50+ Koloskopie alle 10 Jahre oder Stuhltest jährlich Kassenleistung – Zuweisung über den Hausarzt
Knochendichtemessung 50+ bei Risikofaktoren, sonst nach ärztlicher Einschätzung bei entsprechender Indikation
Untersuchungen vor einer Schwangerschaft 18–45 einmalig bei Kinderwunsch teilweise Kassenleistung; die allgemeinen Laborwerte über den Hausarzt

Der HPV-Test: Empfehlung und Wirklichkeit

Ab dem 30. Lebensjahr ist der HPV-Test eine alternative Möglichkeit der Früherkennung: Er erkennt Vorstufen früher und zuverlässiger, und ein negatives Ergebnis macht einen Krebs in den kommenden Jahren unwahrscheinlicher. Er ersetzt den Abstrich aber nicht – ein Teil der Vorstufen und Karzinome ist HPV-negativ und nur im Zellbild zu erkennen.

Die Krankenkasse zahlt den HPV-Test nicht als Reihenuntersuchung. Übernommen wird er derzeit nur bei bestimmten Indikationen – allen voran einem auffälligen Krebsabstrich. Auf Wunsch ist eine Testung jedoch in jedem Alter möglich, dann als Privatleistung.

Deshalb wird hier bei jeder Vorsorge der Abstrich genommen, in jedem Alter, und der HPV-Test dann angeschlossen, wenn der Abstrich es verlangt – bei der nächsten Untersuchung, und dann auch bezahlt. Ein positiver HPV-Befund bei unauffälligem Zellbild ändert nichts, was sich behandeln ließe; er erzeugt eine Beunruhigung ohne Konsequenz.

Und noch etwas, das regelmäßig für Verwirrung sorgt: Die allgemeinen Laborwerte – Blutbild, Blutzucker, Blutfette, Schilddrüse – gehören zur Vorsorgeuntersuchung beim Hausarzt. Nur dort übernimmt sie die Kasse.

Mammografie: keine Zuweisung nötig

Zwischen 45 und 74 ist Ihre e-card für das Früherkennungsprogramm automatisch freigeschaltet: Termin bei einer teilnehmenden Radiologie vereinbaren und hingehen. Von 40 bis 44 und ab 75 ist eine einmalige Anmeldung nötig – telefonisch unter 0800 500 181 oder auf frueh-erkennen.at.

Quellen

  1. Sozialministerium: Brustkrebs-Früherkennungsprogramm
  2. Österreichisches Brustkrebs-Früherkennungsprogramm „früh erkennen“
  3. Österreichische Krebshilfe: Empfehlungen zur Krebsfrüherkennung
  4. Gesundheitsportal des Bundes: Impfung gegen Humane Papillomaviren (HPV)
Was dieser Rechner nicht kann

Er rechnet mit Mittelwerten. Ihr Körper tut das nicht. Das Ergebnis ist ein Ausgangspunkt für ein Gespräch, kein Befund – und es sieht nicht, was eine Untersuchung zeigen würde.

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