Röntgen und Strahlung

Lesedauer etwa 10 Minuten · Fachlich durchgesehen am 4.9.2026 von Dr. Linda Tamme

Die Frage, die am häufigsten mit echter Angst gestellt wird – und fast immer beruhigend zu beantworten ist. Mit Zahlen statt Vermutungen.

„Ich wurde geröntgt und wusste noch nicht, dass ich schwanger bin." Das ist eine der Fragen, die in dieser Ordination am häufigsten mit echter Angst gestellt werden – und eine der wenigen, bei denen die Antwort fast immer beruhigend ausfällt. Diese Seite erklärt, welche Dosis wobei anfällt, was sie bedeutet und wann Röntgen in der Frauenheilkunde tatsächlich ein Thema ist.

Was Röntgenstrahlung ist

Röntgenstrahlen sind energiereiche elektromagnetische Wellen. Sie durchdringen Gewebe unterschiedlich gut – Knochen hält sie stärker zurück als Weichteile –, und aus diesem Unterschied entsteht das Bild.

Anders als Ultraschall handelt es sich um ionisierende Strahlung: Sie kann Elektronen aus Atomen herausschlagen und dadurch Moleküle verändern, auch die Erbsubstanz. Der Körper repariert solche Schäden laufend und zuverlässig; entscheidend ist, ob mehr entsteht, als repariert werden kann. Genau deshalb wird bei Strahlung nicht in „schädlich oder nicht" gedacht, sondern in Dosis.

Gemessen wird die für den Körper wirksame Dosis in Millisievert, abgekürzt mSv. Zur Einordnung: Jeder Mensch in Österreich nimmt allein durch natürliche Quellen – kosmische Strahlung, Radon aus dem Boden, natürliche Radioaktivität in Nahrung und Baustoffen – etwa 2,5 bis 4 mSv im Jahr auf, je nach Wohnort und Bauweise. Diese Grundbelastung ist der Maßstab, an dem sich jede medizinische Untersuchung messen lässt.

Welche Dosis wobei anfällt

UntersuchungDosis (mSv)entspricht etwa
Zahnröntgen, einzelner Zahn0,005einem halben Tag Grundbelastung
Brustkorb (Lunge), zwei Ebenen0,05einer Woche
Hand, Fuß, Knieunter 0,01einem Tag
Mammographie, beide Seiten0,4sieben Wochen
Interkontinentalflug0,05–0,1ein bis zwei Wochen
Wirbelsäule, Lendenbereich1,5einem halben Jahr
Computertomographie Bauchraum8–20zwei bis sechs Jahren

Die Spannweite in dieser Tabelle beträgt mehr als das Tausendfache. Wer „Röntgen" als eine Kategorie behandelt, vergleicht ein Zahnbild mit einer Computertomographie des Bauches – zwei Dinge, die außer dem physikalischen Prinzip nichts gemeinsam haben.

Für die Schwangerschaft zählt außerdem nicht die Dosis für den ganzen Körper, sondern die, die tatsächlich an der Gebärmutter ankommt. Und die ist bei allem, was weit davon entfernt liegt, verschwindend gering: Bei einem Zahnröntgen oder einer Aufnahme der Hand beträgt sie praktisch null, weil der Strahl ganz woanders verläuft und der Rest von Streustrahlung herrührt, die durch Bleischürze und Abstand weiter abfällt.

Die entscheidende Zahl in der Schwangerschaft

Fachgesellschaften nennen übereinstimmend einen Schwellenwert: Unterhalb von etwa 100 mSv an der Gebärmutter ist kein erhöhtes Risiko für Fehlbildungen nachweisbar. Manche Quellen setzen die Grenze noch niedriger an, bei 50 mSv.

Vergleichen Sie diesen Wert mit der Tabelle oben. Praktisch jede einzelne Röntgenuntersuchung liegt um zwei bis vier Zehnerpotenzen darunter. Selbst eine Computertomographie des Bauchraums – die höchste Belastung in der Aufstellung – bleibt unter dieser Schwelle.

Daraus folgt der Satz, der in dieser Ordination am häufigsten gebraucht wird: Eine versehentliche Röntgenuntersuchung in der Frühschwangerschaft ist praktisch nie ein Grund, eine Schwangerschaft in Frage zu stellen. Diese Formulierung ist nicht beschwichtigend gemeint – sie entspricht den Empfehlungen der internationalen Fachgesellschaften.

Was bleibt, ist eine geringfügige, rechnerisch angenommene Erhöhung des Risikos für eine Krebserkrankung im Kindesalter. Sie liegt bei den genannten Dosen in einer Größenordnung, die sich in keiner Untersuchung an Menschen jemals nachweisen ließ, und sie geht in der ohnehin bestehenden Grundwahrscheinlichkeit unter.

Was der Zeitpunkt bedeutet

Die Empfindlichkeit hängt vom Entwicklungsstand ab, und der Verlauf ist erstaunlich klar gegliedert.

Erste zwei Wochen nach der Befruchtung – also vor dem Ausbleiben der Blutung: Hier gilt das „Alles-oder-Nichts-Prinzip". Ein Schaden in dieser Phase führt entweder dazu, dass sich die Zellansammlung nicht weiterentwickelt und die Schwangerschaft unbemerkt endet, oder er wird vollständig ausgeglichen, weil die Zellen noch untereinander austauschbar sind. Bleibende Fehlbildungen entstehen daraus nicht.

Dritte bis achte Woche – die Organentwicklung: Das ist die empfindlichste Phase. Erst hier wären bei sehr hohen Dosen Fehlbildungen denkbar. Die genannte Schwelle von 100 mSv bezieht sich auf genau diesen Abschnitt.

Achte bis fünfzehnte Woche – die Hirnentwicklung: In dieser Zeit ist das Zentralnervensystem am empfindlichsten. Auch hier gilt der Schwellenwert; unterhalb davon ist kein Effekt beschrieben.

Ab der sechzehnten Woche: Die Empfindlichkeit nimmt weiter ab. Es bleibt das theoretische Krebsrisiko, das über die gesamte Schwangerschaft besteht.

Wenn geröntgt werden muss

Es gibt Situationen, in denen eine Röntgenuntersuchung in der Schwangerschaft notwendig ist: ein Knochenbruch, eine schwere Lungenentzündung, der Verdacht auf eine Lungenembolie, ein Unfall. In all diesen Fällen ist die Antwort dieselbe – eine notwendige Untersuchung wird gemacht.

Der Grund ist eine Abwägung, die in der Strahlenschutzliteratur seit Jahrzehnten unverändert lautet: Das Risiko einer nicht erkannten und deshalb nicht behandelten Erkrankung der Mutter ist um Größenordnungen höher als das Strahlenrisiko für das Kind. Eine übersehene Lungenembolie gefährdet beide; eine Röntgenaufnahme der Lunge tut es nicht.

Selbstverständlich wird dabei so sparsam wie möglich vorgegangen: Bleischürze, engste Einblendung des Strahlenfelds, so wenige Aufnahmen wie möglich, und wo immer es geht ein Verfahren ohne Strahlung. Dieser Grundsatz hat einen eigenen Namen – er heißt in der Strahlenschutzliteratur ALARA, „as low as reasonably achievable", also so niedrig wie vernünftigerweise erreichbar. Das Wort „vernünftigerweise" trägt dabei das Gewicht: Nicht die niedrigste denkbare Dosis ist das Ziel, sondern die niedrigste, die noch eine verwertbare Antwort liefert.

Sagen Sie in jedem Fall, dass Sie schwanger sind oder es sein könnten – nicht damit die Untersuchung unterbleibt, sondern damit sie richtig gemacht wird. Diese Unterscheidung ist wichtig: Die Angabe soll nicht dazu führen, dass eine notwendige Diagnostik unterbleibt.

Röntgen in der Stillzeit

Hier lässt sich die Antwort in einem Satz geben, und sie wird trotzdem selten geglaubt: Nach einer Röntgen-, CT- oder MRT-Untersuchung darf uneingeschränkt weitergestillt werden. Es muss keine Milch abgepumpt und verworfen werden, und es ist keine Pause einzuhalten.

Der Grund ist derselbe wie bei der Frage nach dem Abstand zu einer Schwangerschaft: Röntgenstrahlung hinterlässt keinen Rückstand im Körper. Nach dem Ausschalten des Geräts ist keine Strahlung mehr vorhanden – weder im Gewebe noch in der Milch.

Auch die jodhaltigen Kontrastmittel der Computertomographie und das Gadolinium der Magnetresonanztomographie gehen nur in verschwindenden Mengen in die Milch über und werden vom Säugling kaum aufgenommen. Die Fachgesellschaften halten das Stillen danach ausdrücklich für unbedenklich.

Eine echte Ausnahme gibt es: nuklearmedizinische Untersuchungen mit radioaktiven Substanzen, etwa eine Schilddrüsenszintigraphie. Dort gelten je nach verwendetem Stoff Wartezeiten von Stunden bis Tagen, gelegentlich länger. Das wird von der durchführenden Stelle konkret angegeben – fragen Sie danach, und pumpen Sie in der Zeit ab, damit die Milchbildung erhalten bleibt.

Ultraschall und MRT: die Alternativen

Ultraschall ist in der Schwangerschaft die erste Wahl und für viele Fragen ausreichend – Bauchorgane, Nieren, Gefäße, das Kind ohnehin. Er arbeitet ohne Strahlung. Näheres steht auf der Seite Ultraschall.

Magnetresonanztomographie nutzt Magnetfelder und Radiowellen, keine ionisierende Strahlung. Sie gilt in der Schwangerschaft als unbedenklich und wird eingesetzt, wo der Ultraschall nicht weiterkommt. Zwei Einschränkungen gehören dazu: Im ersten Trimester wird sie zurückhaltender eingesetzt, weil die Datenlage dort dünner ist, und das jodhaltige Kontrastmittel Gadolinium wird in der Schwangerschaft vermieden, weil es die Plazenta passiert. Eine MRT ohne Kontrastmittel ist davon nicht betroffen.

Computertomographie ist die strahlenintensivste Routineuntersuchung und wird in der Schwangerschaft nur bei klarer Notwendigkeit eingesetzt – dann aber ohne Zögern, siehe oben.

Mammographie

Die Mammographie ist die einzige Röntgenuntersuchung, die in der Frauenheilkunde regelmäßig vorkommt. Sie gehört zum österreichischen Brustkrebs-Früherkennungsprogramm.

AlterWas gilt
40 bis 44alle 2 Jahre, nach Anmeldung zum Programm
45 bis 74alle 2 Jahre, e-card automatisch freigeschaltet
ab 75alle 2 Jahre, nach neuerlicher Anmeldung

Die Dosis von etwa 0,4 mSv entspricht rund sieben Wochen natürlicher Grundbelastung. Das Risiko, durch die Untersuchung selbst einen Krebs auszulösen, ist um ein Vielfaches kleiner als der Nutzen, einen bestehenden früh zu finden – und zwar in jeder Altersgruppe, für die das Programm gilt.

Warum es unter 45 eine Anmeldung braucht: Vor diesem Alter ist das Brustgewebe häufig dichter. Dichtes Gewebe erscheint im Röntgenbild weiß – ebenso wie ein Tumor. Die Aussagekraft sinkt dadurch, und die Zahl der falsch positiven Befunde steigt. Deshalb steht am Anfang eine bewusste Entscheidung statt einer automatischen Einladung.

Bei dichtem Drüsengewebe wird die Mammographie durch einen Ultraschall ergänzt, der genau dort seine Stärke hat. In der Schwangerschaft und Stillzeit ist ohnehin der Ultraschall die Methode der Wahl, weil das Drüsengewebe dann besonders dicht ist. Ein tastbarer Knoten in der Schwangerschaft gehört immer abgeklärt – die Vorstellung, in dieser Zeit sei alles hormonell bedingt, hat schon Diagnosen verzögert.

Was in Ihrem Alter ansteht, zeigt der Vorsorge-Fahrplan.

Röntgen beim Zahnarzt

Diese Frage kommt so häufig, dass sie einen eigenen Abschnitt verdient. Ein einzelnes Zahnbild bringt etwa 0,005 mSv – die Dosis eines halben Tages natürlicher Grundbelastung. An der Gebärmutter kommt davon praktisch nichts an, weil der Strahl den Kiefer trifft und nicht den Bauch.

Zahnbehandlungen gehören in die Schwangerschaft, nicht danach: Zahnfleischentzündungen erhöhen nachweislich das Risiko für eine Frühgeburt. Auch örtliche Betäubung ist möglich; verwendet werden Präparate, die in der Schwangerschaft untersucht sind. Sagen Sie in der Zahnordination Bescheid, dann wird entsprechend gewählt.

Dass das Zahnfleisch in der Schwangerschaft empfindlicher wird und beim Zähneputzen blutet, ist hormonell bedingt und häufig. Es ist kein Grund, weniger zu putzen, sondern einer, es sorgfältiger und mit weicherer Bürste zu tun – und ein guter Anlass für einen Kontrolltermin, der ohnehin ansteht.

Wie eine Mammographie abläuft

Die Brust wird zwischen zwei Platten gelegt und zusammengedrückt, üblicherweise in zwei Richtungen je Seite. Das Zusammendrücken ist der unangenehmste Teil und zugleich der Grund dafür, dass die Untersuchung funktioniert: Es verteilt das Gewebe gleichmäßig, verringert Überlagerungen und senkt die nötige Strahlendosis erheblich. Es dauert wenige Sekunden je Aufnahme.

Der Termin liegt am besten in der ersten Zyklushälfte, kurz nach der Blutung – dann ist das Gewebe am wenigsten spannungsempfindlich. Deodorant, Puder und Cremes im Achselbereich sollten weggelassen werden, weil sie im Bild als kleine helle Flecken erscheinen und mit Verkalkungen verwechselt werden können.

Ein Merkmal des österreichischen Programms verdient Erwähnung: Jede Aufnahme wird von zwei Fachärztinnen oder -ärzten unabhängig voneinander beurteilt. Diese doppelte Befundung unterscheidet ein Screeningprogramm von einer Mammographie auf eigene Faust und ist der Grund, warum die Teilnahme am Programm der individuellen Untersuchung vorzuziehen ist.

Zur Ehrlichkeit gehört auch die Kehrseite. Ein Reihenprogramm findet nicht nur Krebs, es erzeugt auch Befunde, die sich als harmlos herausstellen – mit Wochen der Sorge dazwischen. Und es findet Veränderungen, die nie Beschwerden gemacht hätten. Diese Nachteile sind real und werden in der Beratung genannt; sie ändern nichts daran, dass die Bilanz in den vorgesehenen Altersgruppen zugunsten der Teilnahme ausfällt.

Strahlung im Beruf und im Alltag

Wer beruflich mit Strahlung zu tun hat – in der Radiologie, im Operationssaal, in der Nuklearmedizin, in der Zahnmedizin oder in der Forschung –, sollte eine Schwangerschaft früh melden. Nicht, weil die Arbeit dann endet, sondern weil sich daraus eigene Schutzvorschriften ergeben. Das österreichische Strahlenschutzrecht setzt für das ungeborene Kind eine deutlich niedrigere Höchstdosis an als für die Beschäftigte selbst, und die betriebliche Strahlenschutzbeauftragung stellt die Einhaltung sicher – meist durch eine Änderung der Tätigkeit, nicht durch ein Verbot.

Im Alltag sind die Sorgen dagegen fast immer an der falschen Stelle. Flugreisen erhöhen die Strahlenbelastung messbar, liegen aber selbst bei einem Langstreckenflug im Bereich einer Röntgenaufnahme der Lunge; für gelegentliches Fliegen in der Schwangerschaft ist das kein Argument. Sicherheitskontrollen am Flughafen arbeiten mit Metalldetektoren oder Millimeterwellen und geben keine ionisierende Strahlung ab. Bildschirme, Mobiltelefone, WLAN und Mikrowellen erzeugen keine ionisierende Strahlung – sie gehören physikalisch in eine andere Kategorie und haben mit Röntgen nichts zu tun.

Die einzige Alltagsquelle, die tatsächlich ins Gewicht fällt, ist Radon aus dem Untergrund. In Teilen Österreichs ist die Belastung erhöht; sie betrifft allerdings die Lunge über Jahrzehnte und ist keine Frage der Schwangerschaft.

Und wenn es schon passiert ist?

Dann gilt der Reihe nach: Aufschreiben, welche Untersuchung wann und in welcher Woche stattgefunden hat. Bei der Radiologie nach der Dosis fragen – sie wird dokumentiert und kann für die Gebärmutter abgeschätzt werden. Und dann gemeinsam einordnen.

In der ganz überwiegenden Zahl der Fälle endet dieses Gespräch mit einer Entwarnung, die keine Beschwichtigung ist, sondern eine Rechnung. Was bleibt, ist die reguläre Betreuung mit den ohnehin vorgesehenen Untersuchungen – insbesondere dem Organscreening in der 18. bis 22. Woche.

Wer sich vorbeugend absichern möchte: Untersuchungen im Bauch- und Beckenbereich lassen sich bei Kinderwunsch in die ersten zehn Tage nach Beginn der Blutung legen, wenn eine Schwangerschaft sicher ausgeschlossen ist. Diese Regel stammt aus einer Zeit, in der Schwangerschaftstests unzuverlässiger waren; heute genügt meist ein Test.

Wie es weitergeht

Wenn Sie Sorge wegen einer Röntgenuntersuchung haben – vor, während oder nach einer Schwangerschaft –, ist das ein guter Grund für einen Termin. Bringen Sie mit, welche Untersuchung wann stattgefunden hat. Termin vereinbaren.

Häufige Fragen

Ich wurde geröntgt und wusste nicht, dass ich schwanger bin. Muss ich mir Sorgen machen?

In aller Regel nicht. Praktisch jede einzelne Röntgenuntersuchung liegt weit unter der Schwelle, ab der ein Risiko nachweisbar wäre. Bringen Sie die Angaben zur Untersuchung mit, dann lässt sich die Dosis konkret einordnen.

Darf ich in der Schwangerschaft zum Zahnröntgen?

Ja. Die Dosis ist minimal und trifft den Kiefer, nicht den Bauch. Zahnbehandlungen gehören ausdrücklich in die Schwangerschaft.

Ist ein MRT in der Schwangerschaft erlaubt?

Ja, es arbeitet ohne ionisierende Strahlung. Im ersten Trimester wird es zurückhaltender eingesetzt, und auf Gadolinium-Kontrastmittel wird verzichtet.

Wie oft darf man eine Mammographie machen?

Im Programm alle zwei Jahre. Die Dosis von etwa 0,4 mSv entspricht rund sieben Wochen natürlicher Grundbelastung; der Nutzen überwiegt das Risiko in den vorgesehenen Altersgruppen deutlich.

Muss ich nach einem Röntgen mit einer Schwangerschaft warten?

Nein. Röntgenstrahlung hinterlässt keine Restwirkung im Körper – nach der Untersuchung ist keine Strahlung mehr vorhanden. Anders ist es bei nuklearmedizinischen Untersuchungen mit radioaktiven Substanzen, dort gelten eigene Fristen.

Schützt eine Bleischürze das Kind wirklich?

Sie senkt die Streustrahlung, spielt aber eine kleinere Rolle als oft angenommen. Wichtiger sind die Wahl des Verfahrens, die enge Einblendung des Strahlenfelds und der Verzicht auf unnötige Aufnahmen.

Quellen

  1. American College of Obstetricians and Gynecologists: Guidelines for Diagnostic Imaging During Pregnancy and Lactation. Committee Opinion 723, 2017 (Reaffirmed 2023).
  2. International Commission on Radiological Protection: Pregnancy and Medical Radiation. ICRP Publication 84.
  3. Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie: Strahlenschutz in Österreich – Jahresbericht.
  4. Sozialministerium: Österreichisches Brustkrebs-Früherkennungsprogramm, Wien 2024.
  5. Tremblay E u. a.: Quality initiatives: guidelines for use of medical imaging during pregnancy and lactation. RadioGraphics 2012;32:897–911.

Dieser Text ist allgemeine Information und ersetzt kein ärztliches Gespräch: Er kennt Ihre Vorgeschichte nicht und kann Sie nicht untersuchen. Wenn etwas an Ihrer Lage von dem abweicht, was hier steht, ist genau diese Abweichung das Entscheidende.

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