Allergien und Allergietest

Lesedauer etwa 10 Minuten · Fachlich durchgesehen am 4.9.2026 von Dr. Linda Tamme

Juckreiz im Intimbereich, der wie ein Pilz aussieht und keiner ist – und die Frage, welche Tablette in der Schwangerschaft erlaubt ist.

Allergien kommen in der frauenärztlichen Sprechstunde häufiger vor, als man erwarten würde – nur selten unter diesem Namen. Sie erscheinen als Juckreiz im Intimbereich, der wie ein Pilz aussieht und keiner ist, als Asthma, das in der Schwangerschaft aus dem Ruder läuft, oder als Frage, welche Tablette man gegen Heuschnupfen nehmen darf, wenn man schwanger ist. Diese Seite ordnet das.

Was bei einer Allergie geschieht

Das Immunsystem stuft einen an sich harmlosen Stoff als gefährlich ein und bildet dagegen Antikörper der Klasse IgE. Diese setzen sich auf Mastzellen im Gewebe. Beim nächsten Kontakt mit demselben Stoff docken die Allergene an, die Mastzellen platzen auf und schütten Histamin und weitere Botenstoffe aus. Was daraufhin passiert – Juckreiz, Schwellung, Rötung, laufende Nase, Verengung der Bronchien – ist die Wirkung dieser Botenstoffe.

Beim ersten Kontakt geschieht dabei noch nichts Sichtbares; er dient nur der Sensibilisierung. Deshalb entstehen Allergien gegen Dinge, die man jahrelang problemlos verwendet hat – ein Umstand, der regelmäßig für Verwirrung sorgt.

Neben diesem Soforttyp gibt es den verzögerten Typ, bei dem nicht Antikörper, sondern T-Zellen die Reaktion tragen. Sie zeigt sich erst nach ein bis drei Tagen und äußert sich als Ekzem. Für den Intimbereich ist gerade dieser Typ der wichtigste – und er wird mit anderen Tests untersucht als der Soforttyp.

Juckreiz im Intimbereich: fast nie ein Pilz

Das ist der häufigste Berührungspunkt zwischen Allergologie und Frauenheilkunde. Eine Frau hat seit Wochen Juckreiz, hat drei Pilzmittel aus der Apotheke durchprobiert, und es wird schlechter statt besser.

Der Grund ist meist, dass es nie ein Pilz war. Ein Scheidenpilz macht typischerweise weißlichen, krümeligen Ausfluss und Juckreiz; ein Kontaktekzem macht Juckreiz, Brennen, Rötung und trockene, rissige Haut – ohne vermehrten Ausfluss. Und die Behandlung mit immer neuen Cremes verschlimmert es, weil die Trägerstoffe der Cremes selbst zu Auslösern werden.

Die häufigsten Auslöser im Intimbereich:

  • Duftstoffe in Intimwaschlotionen, Slipeinlagen, Toilettenpapier und Feuchttüchern
  • Konservierungsmittel in Cremes und Gleitmitteln, allen voran Methylisothiazolinon
  • Latex in Kondomen und Diaphragmen
  • Spermizide, insbesondere Nonoxynol-9
  • Wirkstoffe und Trägerstoffe von Pilz- und Cortisoncremes
  • Textilien und Waschmittel, vor allem bei enger, luftundurchlässiger Kleidung

Der erste Behandlungsschritt ist deshalb fast immer derselbe und überrascht viele, weil er das Gegenteil dessen ist, was man von einer Behandlung erwartet: weglassen statt hinzufügen. Keine Intimwaschlotion, keine Slipeinlagen im Alltag, kein parfümiertes Toilettenpapier, keine Feuchttücher. Waschen mit klarem, lauwarmem Wasser. Baumwollwäsche, keine Slipeinlage, nachts ohne Unterwäsche.

Der Intimbereich braucht keine Pflegeprodukte. Die Scheide reinigt sich selbst über ihre eigene Flora, und das Milieu ist sauer – deshalb schadet Seife dort mehr, als sie nützt. Diese Auskunft steht im Widerspruch zu einem gut beworbenen Regal in jeder Drogerie, und sie ist trotzdem richtig.

Scheidenspülungen sind der ausgeprägteste Fall davon. Sie schwemmen die schützenden Milchsäurebakterien aus und erhöhen dadurch nachweislich die Häufigkeit bakterieller Vaginosen und aufsteigender Infektionen. Wer wegen unangenehmen Geruchs spült, behandelt also genau die Ursache, die den Geruch macht – und verstärkt sie. Ein veränderter Geruch gehört untersucht, nicht weggewaschen.

Bleibt der Juckreiz bestehen, gehört er abgeklärt. Neben Kontaktekzem und Pilz kommen Lichen sclerosus, eine bakterielle Vaginose, ein Östrogenmangel nach der Menopause und – selten, aber wichtig – Vorstufen von Hautveränderungen in Frage. Ein Juckreiz, der länger als drei Wochen anhält, sollte angesehen und nicht weiterbehandelt werden.

Was mit der Verhütung zusammenhängt

Zwei Verbindungen zwischen Allergie und Verhütung kommen regelmäßig zur Sprache, und beide lassen sich klarer beantworten, als der erste Eindruck vermuten lässt.

Kondomunverträglichkeit. Wenn nach dem Geschlechtsverkehr Brennen und Rötung auftreten, ist der Auslöser häufiger das Gleitmittel oder ein Spermizid als das Latex selbst. Ein einfacher Versuch klärt das: latexfreie Kondome ohne Zusätze, dazu ein Gleitmittel auf Wasserbasis ohne Duft- und Konservierungsstoffe. Bessert sich damit nichts, lohnt der Epikutantest.

„Spirale wegen Kupferallergie". Eine echte Kupferallergie ist ausgesprochen selten. Die Beschwerden, die ihr zugeschrieben werden, gehen fast immer auf die Kupferspirale selbst zurück – stärkere und schmerzhaftere Blutungen sind ihre bekannte Begleiterscheinung und keine allergische Reaktion. Wer eine Kupferallergie fürchtet, wählt häufig die Goldspirale; deren Goldkern soll die Korrosion verringern. Ein belegter Vorteil bei Wirksamkeit oder Verträglichkeit ergibt sich daraus nicht, sie bleibt aber eine nachvollziehbare Wahl. Die Unterschiede stehen im Spiralenvergleich.

Was es dagegen wirklich gibt: eine Nickelallergie, die bei Frauen häufig ist und die Hautkontakt betrifft, nicht die Gebärmutter. Spiralen enthalten kein Nickel in relevanter Form.

Welche Tests es gibt

Pricktest

Der Standardtest für den Soforttyp. Auf die Unterarminnenseite werden Tropfen mit Allergenlösungen aufgebracht und die Haut darunter mit einer feinen Lanzette leicht angestochen. Nach 15 bis 20 Minuten zeigt sich, wo eine Quaddel entsteht. Getestet werden typischerweise Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare, Schimmelpilze und häufige Nahrungsmittel.

Wichtig: Antihistaminika müssen einige Tage vorher abgesetzt werden, sonst fällt der Test falsch negativ aus. Cortisoncremes an der Teststelle ebenso. Mitgetestet werden immer eine Positiv- und eine Negativkontrolle – Histamin und reine Lösung –, weil sich nur daran ablesen lässt, ob die Haut an diesem Tag überhaupt reagiert.

Bluttest auf spezifisches IgE

Aus einer Blutabnahme werden Antikörper gegen einzelne Allergene bestimmt. Der Vorteil: Antihistaminika stören nicht, und die Haut muss nicht beteiligt sein. Der Nachteil: Es kostet mehr und ist nicht empfindlicher als der Pricktest.

Für die Schwangerschaft ist das der bevorzugte Weg – nicht, weil ein Pricktest schaden würde, sondern weil dabei das theoretische Risiko einer allgemeinen Reaktion vollständig entfällt.

Epikutantest

Der Test für den verzögerten Typ und damit für Kontaktallergien. Pflaster mit Testsubstanzen werden auf den Rücken geklebt und bleiben 48 Stunden. Abgelesen wird nach 48 und 72 Stunden, oft noch einmal nach einer Woche. Während dieser Zeit darf der Rücken nicht nass werden – Duschen ist also eingeschränkt.

Das ist der Test, der bei anhaltenden Beschwerden im Intimbereich weiterhilft. Er wird von dermatologischen Ordinationen und Ambulanzen durchgeführt; diese Ordination stellt fest, dass er nötig ist, und weist zu.

Was ein Test aussagt – und was nicht

Ein positiver Test bedeutet, dass eine Sensibilisierung besteht. Er bedeutet nicht zwangsläufig, dass daraus Beschwerden entstehen. Ein erheblicher Teil der Bevölkerung hat positive Testergebnisse ohne jede Symptomatik.

Deshalb gilt: Ein Allergietest ohne Beschwerden ist wertlos, und ein Testergebnis ohne Zusammenhang mit dem Beschwerdebild ist irreführend. Was zählt, ist die Übereinstimmung: Treten die Beschwerden dann auf, wenn der Kontakt besteht?

Aus demselben Grund sind großflächige Suchtests ohne konkrete Frage nicht sinnvoll. Sie erzeugen Befunde, die Verzicht nahelegen, ohne dass er nötig wäre – besonders bei Nahrungsmitteln, wo unnötige Einschränkungen in der Schwangerschaft schaden können.

Ausdrücklich nicht empfohlen werden die im Handel erhältlichen Tests auf IgG-Antikörper gegen Nahrungsmittel. IgG zeigt lediglich an, dass man ein Lebensmittel gegessen hat, nicht dass man es nicht verträgt. Die Fachgesellschaften raten übereinstimmend davon ab.

Allergien in der Schwangerschaft

Der Verlauf ist nicht vorhersehbar: Etwa einem Drittel der Frauen geht es besser, einem Drittel gleich und einem Drittel schlechter. Verantwortlich sind die Umstellungen des Immunsystems, das in der Schwangerschaft auf Toleranz gegenüber dem Kind eingestellt wird.

Bei den Medikamenten gilt eine klare Reihenfolge. Örtlich wirkende Mittel zuerst: Nasensprays und Augentropfen mit Cromoglicinsäure oder Antihistaminika, Nasenspülungen mit Kochsalz. Sie gelangen kaum in den Kreislauf.

Reicht das nicht, kommen Antihistaminika in Tablettenform in Frage. Am besten untersucht sind Loratadin und Cetirizin; für beide liegen Daten aus vielen tausend Schwangerschaften ohne Hinweis auf eine Schädigung vor. Ältere, müdemachende Antihistaminika werden heute seltener eingesetzt.

Cortison als Nasenspray ist ebenfalls möglich und wird bei ausgeprägten Beschwerden bevorzugt, weil es wirksamer ist als Antihistaminika und im örtlichen Einsatz kaum aufgenommen wird.

Nehmen Sie nichts unbesprochen aus der Apotheke – nicht weil alles gefährlich wäre, sondern weil ein einziger Satz die Auswahl klärt und viel Unsicherheit erspart.

Asthma in der Schwangerschaft

Dieser Abschnitt ist der wichtigste der ganzen Seite, weil er einem verbreiteten Irrtum entgegensteht.

Ein schlecht eingestelltes Asthma gefährdet das Kind erheblich mehr als jedes Asthmamedikament. Ein Asthmaanfall bedeutet Sauerstoffmangel – für die Mutter und damit unmittelbar für das Kind. Schlecht kontrolliertes Asthma erhöht das Risiko für Präeklampsie, Wachstumsverzögerung, Frühgeburt und niedriges Geburtsgewicht.

Trotzdem setzen viele Frauen ihre Medikamente ab, sobald sie von der Schwangerschaft erfahren – aus Sorge, sie könnten schaden. Es ist die häufigste vermeidbare Ursache für eine Verschlechterung.

Die inhalativen Präparate – Cortison zum Inhalieren, kurz- und langwirksame Bronchienerweiterer – sind in der Schwangerschaft gut untersucht und werden weitergenommen. Die Dosis, die dabei in den Kreislauf gelangt, ist um Größenordnungen kleiner als bei Tabletten. Wenn Sie eine Änderung erwägen, besprechen Sie sie – setzen Sie nichts eigenmächtig ab.

Was wirklich hinter dem Juckreiz stecken kann

Weil das Kontaktekzem oben so ausführlich beschrieben ist, hier der Vollständigkeit halber die anderen Ursachen – jede mit dem Merkmal, an dem sie sich erkennen lässt.

Scheidenpilz. Weißlicher, krümeliger Ausfluss, Juckreiz, Rötung. Er tritt gehäuft nach Antibiotika, bei Zuckerkrankheit und in der Schwangerschaft auf. Behandelt wird örtlich; wiederkehrende Pilzinfektionen gehören abgeklärt statt immer wieder selbst behandelt.

Bakterielle Vaginose. Dünnflüssiger, gräulicher Ausfluss mit fischigem Geruch, oft ohne Juckreiz. Es ist keine Infektion von außen, sondern eine Verschiebung der eigenen Flora – und ein Grund, warum Intimwaschlotionen schaden: Sie stören genau das Milieu, das die schützenden Milchsäurebakterien brauchen. In der Schwangerschaft gehört sie behandelt, weil sie das Risiko für eine Frühgeburt erhöht.

Östrogenmangel. Nach der Menopause wird die Schleimhaut dünner, trockener und empfindlicher. Das äußert sich als Brennen, Trockenheit und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, oft mit Juckreiz. Es bessert sich nicht von selbst, sondern nimmt zu – und spricht sehr gut auf eine örtliche Behandlung an, die kaum in den Blutkreislauf gelangt. Der Wechseljahres-Test ordnet diesen Beschwerdebereich gesondert ein, weil er häufiger verschwiegen wird als jeder andere.

Lichen sclerosus. Eine chronisch entzündliche Hauterkrankung mit weißlichen, verhärteten Bezirken, quälendem Juckreiz und im Verlauf Vernarbungen. Sie wird häufig jahrelang für einen Pilz gehalten. Behandelt wird mit einer Cortisonsalbe nach einem festen Schema; unbehandelt kann sie zu Vernarbungen und einem leicht erhöhten Krebsrisiko führen. Diese Diagnose zu stellen ist einer der Gründe, warum anhaltender Juckreiz angesehen und nicht weiterbehandelt gehört.

Die Unterscheidung braucht in aller Regel nichts Aufwändiges: das Ansehen, ein Nativpräparat unter dem Mikroskop und gegebenenfalls einen Abstrich. Das ist in einem Termin erledigt.

Hyposensibilisierung, Latex und Anaphylaxie

Eine Hyposensibilisierung – die schrittweise Gewöhnung an ein Allergen – wird in der Schwangerschaft nicht neu begonnen, weil dabei allergische Allgemeinreaktionen auftreten können. Eine laufende, gut vertragene Behandlung wird in aller Regel in der Erhaltungsdosis fortgeführt. Wer eine plant, sollte sie vor einer Schwangerschaft beginnen oder danach.

Eine Latexallergie hat in der Frauenheilkunde unmittelbare Folgen: Kondome, Diaphragmen und ein Teil der Untersuchungshandschuhe enthalten Latex. Es gibt latexfreie Kondome aus Polyurethan oder Polyisopren, die ebenso zuverlässig sind, und latexfreie Handschuhe. Sagen Sie es vor der Untersuchung – dann wird entsprechend vorbereitet. Bei ausgeprägter Latexallergie ist auch für die Geburt eine Vormerkung in der Klinik sinnvoll.

Für Frauen mit einer bekannten schweren allergischen Reaktion in der Vorgeschichte gilt: Das Notfallset – Adrenalin-Autoinjektor, Antihistaminikum, Cortison – bleibt auch in der Schwangerschaft dabei und wird im Ernstfall verwendet. Adrenalin ist im anaphylaktischen Schock lebensrettend, und ein Schock der Mutter ist für das Kind gefährlicher als das Medikament.

Allergien beim Kind – was sich vorbeugend tun lässt

Diese Frage stellen fast alle Eltern mit eigener Allergie, und die Empfehlungen haben sich in den letzten zwanzig Jahren grundlegend geändert – in die entgegengesetzte Richtung.

Früher galt: meiden. Schwangere und Stillende sollten stark allergene Lebensmittel weglassen, die Einführung von Beikost sollte hinausgezögert werden. Diese Empfehlung ist fachlich überholt und war sogar schädlich – der frühe, regelmäßige Kontakt schützt eher, als dass er sensibilisiert.

Heute gilt: In Schwangerschaft und Stillzeit soll nichts vorbeugend weggelassen werden. Eine ausgewogene Ernährung mit Fisch, Nüssen und Milchprodukten ist ausdrücklich empfohlen, sofern keine eigene Allergie dagegen spricht. Beikost wird ab dem fünften bis siebten Monat eingeführt, einschließlich der stark allergenen Lebensmittel; Zurückhaltung bringt keinen Vorteil.

Was tatsächlich schützt: vier bis sechs Monate stillen, wo es möglich ist. Und rauchfreie Luft – in der Schwangerschaft und danach, denn Passivrauch ist der am besten belegte vermeidbare Risikofaktor für Asthma im Kindesalter.

Was nicht schützt: die Anschaffung eines hypoallergenen Haustiers, das Verbannen des vorhandenen oder besonders gründliches Putzen. Der Zusammenhang zwischen Haustieren und Allergien ist komplizierter als die Vorstellung „weniger Kontakt, weniger Allergie" – in einigen Untersuchungen war früher Kontakt sogar günstig.

Wie es weitergeht

Bei anhaltendem Juckreiz oder Brennen im Intimbereich ist der erste Schritt eine Untersuchung mit Nativpräparat und, wenn nötig, Abstrichen – damit klar wird, ob überhaupt ein Erreger im Spiel ist. Termin vereinbaren. Für Allergietests im engeren Sinn wird an eine allergologische oder dermatologische Stelle weitergewiesen; die Frage, ob das nötig ist, lässt sich hier klären.

Häufige Fragen

Darf ich in der Schwangerschaft Antihistaminika nehmen?

Ja, nach Rücksprache. Am besten untersucht sind Loratadin und Cetirizin. Örtlich wirkende Nasensprays und Augentropfen kommen zuerst.

Ich habe seit Wochen Juckreiz, Pilzmittel helfen nicht. Was tun?

Alle Produkte weglassen, mit klarem Wasser waschen – und einen Termin vereinbaren. Häufig ist es kein Pilz, sondern ein Kontaktekzem, das durch immer neue Cremes schlechter wird.

Kann ein Allergietest in der Schwangerschaft gemacht werden?

Der Bluttest auf spezifisches IgE jederzeit. Beim Pricktest wird zurückhaltender vorgegangen, weil er theoretisch eine Allgemeinreaktion auslösen kann – meist wird er verschoben.

Muss ich mein Asthmaspray in der Schwangerschaft absetzen?

Nein, im Gegenteil. Ein schlecht eingestelltes Asthma gefährdet das Kind deutlich mehr als die inhalativen Medikamente, die gut untersucht sind.

Wie sinnvoll sind Nahrungsmittel-Unverträglichkeitstests aus der Apotheke?

Tests auf IgG gegen Nahrungsmittel gelten fachlich als nicht aussagekräftig. Sie zeigen lediglich, dass man das Lebensmittel gegessen hat, und führen zu unnötigen Einschränkungen.

Kann ich gegen mein eigenes Hormon allergisch sein?

Sehr selten gibt es das – eine Progesteronüberempfindlichkeit, die zyklusabhängig Ausschlag oder Nesselsucht verursacht, jeweils in der zweiten Zyklushälfte. Der zeitliche Zusammenhang ist der entscheidende Hinweis.

Quellen

  1. Global Initiative for Asthma: Global Strategy for Asthma Management and Prevention, 2025.
  2. Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie: Leitlinie Allergieprävention und Leitlinie zur Diagnostik von Kontaktallergien.
  3. Kelso JM: Allergy and immunology in pregnancy. Journal of Allergy and Clinical Immunology: In Practice 2020.
  4. Österreichische Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie: Empfehlungen zu Vulvaerkrankungen.
  5. Schaefer C u. a.: Arzneimittel in Schwangerschaft und Stillzeit. 9. Auflage, Elsevier 2018.

Dieser Text ist allgemeine Information und ersetzt kein ärztliches Gespräch: Er kennt Ihre Vorgeschichte nicht und kann Sie nicht untersuchen. Wenn etwas an Ihrer Lage von dem abweicht, was hier steht, ist genau diese Abweichung das Entscheidende.

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