Hexyon – die Sechsfachimpfung
Sechs Erkrankungen in einer Spritze – ab dem dritten Lebensmonat. Was in den Wochen davor schützt, entscheidet sich in der Schwangerschaft.
Hexyon ist einer der Sechsfachimpfstoffe, mit denen in Österreich die Grundimmunisierung im ersten Lebensjahr durchgeführt wird. Für werdende Mütter ist er aus einem bestimmten Grund interessant: Er schützt erst ab dem dritten Lebensmonat, und die Wochen davor werden durch eine Impfung in der Schwangerschaft überbrückt. Diese Seite erklärt beides – was in der Spritze ist und wie die Lücke davor geschlossen wird.
Was Hexyon ist
Hexyon ist ein Kombinationsimpfstoff gegen sechs Erkrankungen. Er wird bei Säuglingen in den Oberschenkelmuskel gespritzt und ist Teil des kostenfreien Kinderimpfprogramms. Neben Hexyon gibt es weitere Sechsfachimpfstoffe, die sich in der Zusammensetzung geringfügig unterscheiden und gleichwertig eingesetzt werden; welcher verwendet wird, entscheidet die Kinderärztin nach Verfügbarkeit.
Es handelt sich um einen Totimpfstoff. Er enthält keine vermehrungsfähigen Erreger, sondern gereinigte Bestandteile – abgeschwächte Giftstoffe, einzelne Eiweiße der Bakterienoberfläche und abgetötete Viren. Aus dieser Zusammensetzung erklärt sich, warum mehrere Auffrischungen nötig sind: Ein Totimpfstoff erzeugt keinen lebenslangen Schutz mit einer einzigen Dosis.
Die sechs Komponenten
| Erkrankung | Was sie verursacht | Warum sie im Impfplan steht |
|---|---|---|
| Diphtherie | Bakterium mit Giftstoff, Pseudomembranen im Rachen | Erstickungsgefahr, Herzmuskelschädigung |
| Tetanus | Bakterium aus dem Erdreich, Giftstoff | Krampfanfälle, hohe Sterblichkeit, weltweit vorhanden |
| Keuchhusten | Bakterium, wochenlanger Husten | bei Säuglingen Atemstillstände, lebensbedrohlich |
| Kinderlähmung | Virus, Befall der Nervenzellen | bleibende Lähmungen, weltweit noch nicht ausgerottet |
| Haemophilus influenzae b | Bakterium | häufigste Ursache von Hirnhautentzündung bei Kleinkindern vor der Impfung |
| Hepatitis B | Virus, Lebererkrankung | bei Ansteckung im Säuglingsalter fast immer chronischer Verlauf |
Jede dieser Erkrankungen hat eine eigene Seite – Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Kinderlähmung, Haemophilus influenzae b und Hepatitis B.
Warum sechs in einer Spritze
Der häufigste Einwand gegen Kombinationsimpfstoffe lautet, sechs auf einmal seien zu viel für das Immunsystem eines Säuglings. Diese Sorge ist nachvollziehbar und lässt sich mit Zahlen beantworten.
Ein Sechsfachimpfstoff enthält heute in der Summe weniger als vierzig einzelne Eiweißbausteine. Der Pockenimpfstoff der 1960er-Jahre enthielt allein rund zweihundert. Ein Säugling begegnet zugleich Tag für Tag Tausenden von Fremdstoffen – über die Haut, die Atemluft, die Nahrung und die Bakterien, die den Darm besiedeln. Die Belastung durch eine Sechsfachimpfung geht darin unter.
Was tatsächlich für die Kombination spricht, ist praktischer Natur: weniger Einstiche, weniger Termine, weniger Gelegenheiten, eine Dosis zu vergessen. Wären die sechs Komponenten einzeln zu geben, ergäben sich statt drei Terminen achtzehn – und Impfprogramme scheitern in der Praxis nicht an der Wirksamkeit, sondern an versäumten Terminen.
Einzelimpfstoffe für alle sechs Komponenten sind in Europa ohnehin nicht mehr im Handel. Die Frage nach einer Aufteilung stellt sich damit nicht mehr als Wahlmöglichkeit.
Der Impfplan: zwei plus eins
In Österreich wird nach dem sogenannten 2+1-Schema geimpft: zwei Dosen im Abstand von zwei Monaten, dann eine dritte nach einem längeren Abstand.
| Alter | Dosis |
|---|---|
| 3. Lebensmonat | 1. Dosis |
| 5. Lebensmonat | 2. Dosis |
| 12. bis 14. Lebensmonat | 3. Dosis |
Die dritte Dosis ist die entscheidende für die Dauer des Schutzes. Sie darf nicht ausgelassen werden, auch wenn nach den ersten beiden bereits ein Schutz besteht – dieser hält ohne die dritte Dosis nur kurz. Der längere Abstand davor ist dabei kein Zugeständnis an die Terminplanung, sondern erwünscht: Eine spät gegebene Auffrischung erzeugt eine kräftigere und länger anhaltende Antwort als eine früh gegebene.
Wird ein Termin versäumt, wird die Serie fortgesetzt und nicht neu begonnen. Es gibt bei diesem Impfstoff keine Frist, nach der alles wiederholt werden müsste. Jede gegebene Dosis zählt.
Die Lücke davor – und wie die Schwangerschaft sie schließt
Hier liegt der frauenärztliche Teil des Themas, und er ist der wichtigste dieser Seite.
Die erste Dosis wird im dritten Lebensmonat gegeben. Belastbarer Schutz besteht erst nach der zweiten, also frühestens mit etwa einem halben Jahr. In den Wochen davor ist ein Kind auf das angewiesen, was es von der Mutter mitbekommen hat.
Für Keuchhusten ist diese Lücke die gefährlichste. Säuglinge unter drei Monaten erkranken am schwersten, oft mit Atemstillständen statt mit Husten. Genau deshalb wird in Österreich jeder Schwangeren zwischen der 27. und 36. Woche eine dTpa-Impfung empfohlen: Die dabei gebildeten Antikörper gehen im letzten Schwangerschaftsdrittel über den Mutterkuchen auf das Kind über und tragen die Zeit bis zur eigenen Impfung. Näheres steht auf der Seite Keuchhusten.
Für Hepatitis B greift ein anderer Mechanismus. Ist die Mutter HBsAg-positiv – was in der 24. bis 28. Woche im Eltern-Kind-Pass geprüft wird –, bekommt das Neugeborene innerhalb von zwölf Stunden nach der Geburt Antikörper und eine erste Impfdosis. Diese Simultanimpfung verhindert die Übertragung in über neunzig Prozent der Fälle; siehe Hepatitis B.
Für Tetanus und Diphtherie überträgt eine geimpfte Mutter ebenfalls Antikörper. Weltweit ist das von erheblicher Bedeutung: Der Wundstarrkrampf des Neugeborenen ist in Ländern ohne Impfprogramme weiterhin eine häufige Todesursache.
Das Muster dahinter lohnt festgehalten zu werden: Zwei der sechs Komponenten des Sechsfachimpfstoffs haben ein Gegenstück in der Schwangerenbetreuung. Was in der Ordination geschieht, und was ein halbes Jahr später beim Kinderarzt geschieht, gehört zusammen.
Was nach der Impfung normal ist
Die häufigsten Reaktionen treten in den ersten ein bis zwei Tagen auf und sind Ausdruck dessen, dass das Immunsystem arbeitet:
- Rötung, Schwellung und Druckempfindlichkeit am Oberschenkel
- Fieber, meist unter 39 Grad
- Unruhe, vermehrtes Weinen, schlechterer Schlaf
- Appetitlosigkeit für einen Tag
- Müdigkeit und vermehrtes Schlafen
Diese Reaktionen klingen innerhalb von ein bis zwei Tagen ab. Kühlen der Einstichstelle hilft, ebenso ein Fiebermittel in altersgerechter Dosierung, wenn das Kind darunter leidet. Vorbeugend Fieber zu senken wird nicht empfohlen – es dämpft die Impfantwort geringfügig, ohne dass ein Nutzen entstünde.
Ärztlich beurteilt gehören: Fieber über 39,5 Grad, Fieber, das länger als 48 Stunden dauert, ein Krampfanfall, ungewöhnlich schrilles Schreien über Stunden, eine ausgeprägte Schwellung des ganzen Beins oder eine auffällige Teilnahmslosigkeit.
Wie sich ein Impftermin erträglicher machen lässt
Das ist keine medizinische Nebensache. Wie ein Kind seine ersten Impftermine erlebt, beeinflusst, wie es spätere erlebt – und wie die Eltern sie erleben. Einiges davon lässt sich beeinflussen.
Stillen oder Fläschchen während oder unmittelbar nach dem Einstich senkt die Schmerzreaktion messbar. Das ist in mehreren Untersuchungen gezeigt worden und funktioniert besser als alles andere, was Eltern tun können. Wo Stillen nicht möglich ist, hilft eine kleine Menge Zuckerlösung auf den Schnuller.
Aufrecht halten statt hinlegen. Ein Säugling auf dem Arm der Mutter, Haut an Haut, weint kürzer als einer auf der Untersuchungsliege.
Nicht vorher ankündigen und nicht trösten, bevor etwas passiert ist. Bei größeren Kindern erhöht eine lange Vorbereitung die Anspannung. Ruhig bleiben wirkt mehr als jede Erklärung – Kinder lesen die Stimmung der Eltern zuverlässiger als deren Worte.
Mehrere Impfungen an einem Termin sind für das Kind insgesamt weniger belastend als über mehrere Termine verteilte. Der Stress entsteht durch die Situation, nicht durch die Zahl der Einstiche.
Nach der Impfung wird üblicherweise eine Viertelstunde in der Ordination gewartet. Das ist reine Vorsichtsmaßnahme: Sehr seltene Sofortreaktionen treten in dieser Zeit auf, und danach praktisch nicht mehr.
Was in einem Sechsfachimpfstoff nicht enthalten ist
Drei Bestandteile werden regelmäßig genannt, die in den heute verwendeten Impfstoffen nicht oder nicht in relevanter Form vorkommen.
Quecksilber. Thiomersal, eine quecksilberhaltige Verbindung, wurde früher als Konservierungsmittel in Mehrdosenbehältern verwendet. Die heutigen Impfstoffe für Säuglinge in Europa sind Einzeldosen und enthalten es nicht. Die Diskussion darüber stammt aus den 1990er-Jahren und ist für die aktuellen Impfstoffe gegenstandslos.
Formaldehyd. Es wird bei der Herstellung eingesetzt, um Giftstoffe unschädlich zu machen, und anschließend weitgehend entfernt. Was an Spuren zurückbleibt, liegt weit unter der Menge, die der menschliche Körper ohnehin selbst im Stoffwechsel bildet – Formaldehyd ist ein normales Zwischenprodukt des eigenen Stoffwechsels.
Lebende Erreger. Ein Sechsfachimpfstoff kann keine der sechs Erkrankungen auslösen, weil er keine vermehrungsfähigen Erreger enthält. Fieber nach der Impfung ist eine Reaktion des Immunsystems auf die Bestandteile, nicht eine abgeschwächte Erkrankung.
Die Erkrankungen, die man nicht mehr sieht
Ein Umstand macht die Beratung zu diesen Impfungen schwieriger als die zu vielen anderen: Kaum jemand hat eine der sechs Erkrankungen je gesehen. Eine Impfentscheidung wird damit zwischen einem konkreten, sichtbaren kleinen Nachteil – ein weinendes Kind, ein Tag mit Fieber – und einem abstrakten, unsichtbaren großen Vorteil getroffen.
Das ist psychologisch eine ungünstige Ausgangslage, und sie erklärt, warum Durchimpfungsraten sinken, sobald eine Erkrankung selten geworden ist. Historisch lässt sich das mehrfach nachvollziehen: In mehreren Ländern kam es nach öffentlichen Impfdebatten zu einem Rückgang der Beteiligung – und wenige Jahre später zu einem Wiederauftreten der Erkrankungen, die man verschwunden geglaubt hatte.
Der beste Umgang damit ist keine Beschwörung, sondern Genauigkeit: konkrete Zahlen zum Nutzen, konkrete Zahlen zu den Nebenwirkungen, und die ehrliche Auskunft dort, wo etwas nicht sicher bekannt ist. Diese Seiten sind in diesem Sinn geschrieben.
Aluminium im Impfstoff
Sechsfachimpfstoffe enthalten Aluminiumsalze als Wirkverstärker. Sie sorgen dafür, dass das Immunsystem auf die gereinigten Bestandteile überhaupt reagiert – ohne sie bräuchte es deutlich mehr Antigen und mehr Dosen.
Zur Einordnung der Menge: Eine Impfdosis enthält weniger als ein Milligramm Aluminium. Ein Säugling nimmt im ersten Lebenshalbjahr über die Nahrung ein Vielfaches davon auf – Muttermilch und Säuglingsnahrung enthalten Aluminium ebenso wie Trinkwasser und praktisch alle Lebensmittel, weil es eines der häufigsten Elemente der Erdkruste ist.
Untersuchungen zur Aluminiumbelastung durch Impfungen kommen übereinstimmend zu dem Ergebnis, dass sie im Vergleich zur täglichen Aufnahme über die Nahrung gering ist. Ein Zusammenhang mit neurologischen Erkrankungen ließ sich in großen Untersuchungen nicht finden.
Frühgeborene
Frühgeborene werden nach ihrem tatsächlichen Lebensalter geimpft, nicht nach dem errechneten. Ein Kind, das zwei Monate zu früh geboren wurde, bekommt seine erste Dosis also ebenfalls im dritten Lebensmonat.
Das ist kein Versehen, sondern Absicht: Gerade zu früh geborene Kinder haben weniger mütterliche Antikörper mitbekommen – der Übertritt findet vor allem im letzten Schwangerschaftsdrittel statt – und erkranken schwerer. Sie brauchen den eigenen Schutz früher, nicht später.
Bei sehr unreifen Frühgeborenen wird die erste Impfung gelegentlich stationär durchgeführt, weil kurzzeitige Atempausen danach vorkommen können. Das ist eine Vorsichtsmaßnahme und kein Grund, die Impfung zu verschieben.
Wie der Impfpass geführt wird
Jede Impfung wird mit Datum, Handelsname und Chargennummer eingetragen – im gelben Impfpass, im Eltern-Kind-Pass oder seit einiger Zeit im elektronischen Impfpass, der Teil der elektronischen Gesundheitsakte ist. Der elektronische Eintrag hat den erheblichen Vorteil, dass er nicht verloren gehen kann.
Das klingt nach Verwaltung und ist es nicht. Ein fehlender Impfpass ist der häufigste Grund, warum später unnötig nachgeimpft oder aufwändig nachgeforscht wird – bei der Einschulung, bei einer Schwangerschaft, vor einer Reise, im Verletzungsfall. Wer als Erwachsene ihren eigenen Impfpass sucht, weiß, wovon die Rede ist.
Ein praktischer Rat aus der Sprechstunde: Fotografieren Sie den Impfpass Ihres Kindes nach jedem Termin. Das dauert zehn Sekunden und ersetzt im Verlustfall die gesamte Recherche. Für den eigenen Pass gilt dasselbe – spätestens vor einer Schwangerschaft wird er gebraucht.
Wann verschoben wird
Verschoben wird bei einer akuten, fieberhaften Erkrankung – nicht wegen eines Risikos, sondern weil sich Impfreaktion und Krankheitszeichen sonst nicht auseinanderhalten lassen. Ein Schnupfen ohne Fieber, ein leichter Husten oder eine laufende Antibiotikabehandlung sind keine Gründe zu verschieben.
Nicht geimpft wird bei einer nachgewiesenen schweren allergischen Reaktion auf einen Bestandteil und bei einer schweren neurologischen Erkrankung, die noch nicht abgeklärt ist – hier wird zuerst die Ursache geklärt.
Keine Gründe zu verschieben sind dagegen: eine chronische Erkrankung in stabilem Zustand, eine Allergie gegen Nahrungsmittel oder Pollen, Neurodermitis, Asthma, eine Frühgeburt, Untergewicht, ein bevorstehender operativer Eingriff oder die Tatsache, dass Geschwister gerade krank sind. Diese Aufzählung steht hier, weil sie in der Praxis regelmäßig zu unnötigen Verschiebungen führt – und jede Verschiebung verlängert die Zeit, in der ein Kind ungeschützt ist.
Was danach kommt
Nach der Grundimmunisierung folgt eine Auffrischung im Volksschulalter, üblicherweise mit einem Vierfachimpfstoff gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten und Kinderlähmung. Danach wird im Erwachsenenalter alle zehn Jahre aufgefrischt, ab 60 alle fünf.
Für Frauen ist dieser letzte Satz nicht nebensächlich. Die Auffrischung mit dTpa ist genau die Impfung, die in einer Schwangerschaft erneut fällig wird – und die Frage nach der letzten Auffrischung wird in der Schwangerenbetreuung gestellt. Wer den Impfpass zur Hand hat, spart sich an dieser Stelle Zeit.
Die Hepatitis-B-Komponente nimmt dabei eine Sonderstellung ein: Sie braucht nach vollständiger Grundimmunisierung keine routinemäßige Auffrischung, weil der Schutz bei Immungesunden sehr lange hält. Dasselbe gilt für Haemophilus influenzae b, dessen Erkrankungen jenseits des Kleinkindalters kaum noch vorkommen – hier endet der Impfbedarf schlicht mit dem Alter, in dem die Erkrankung gefährlich ist.
Wie es weitergeht
Die Impfungen des Kindes führt die Kinderärztin durch. In dieser Ordination geht es um den Teil davor: die dTpa-Impfung in der Schwangerschaft, den Hepatitis-B-Test, den Rötelnschutz und die Frage, was im Wochenbett nachzuholen ist. Termin vereinbaren.
Häufige Fragen
Sind sechs Impfungen auf einmal zu viel für ein Baby?
Nein. Ein Sechsfachimpfstoff enthält in Summe weniger als vierzig Eiweißbausteine – ein Bruchteil dessen, womit sich das Immunsystem eines Säuglings täglich ohnehin auseinandersetzt.
Was, wenn wir einen Termin versäumt haben?
Die Serie wird fortgesetzt, nicht neu begonnen. Jede bereits gegebene Dosis zählt, unabhängig davon, wie lange sie zurückliegt.
Kann mein Kind trotz Impfung Keuchhusten bekommen?
Möglich ist es, aber der Verlauf ist deutlich milder. Der Schutz gegen Keuchhusten ist die schwächste der sechs Komponenten und lässt mit den Jahren nach – deshalb die Auffrischungen.
Warum wird in der Schwangerschaft gegen Keuchhusten geimpft, wenn das Kind ohnehin geimpft wird?
Weil die eigene Impfung des Kindes erst im dritten Lebensmonat beginnt und die Wochen davor die gefährlichsten sind. Die Antikörper der Mutter überbrücken genau diese Zeit.
Ist Aluminium im Impfstoff bedenklich?
Nach heutigem Wissen nicht. Die Menge liegt unter einem Milligramm je Dosis und ist gering im Vergleich zu dem, was ein Säugling täglich über die Nahrung aufnimmt.
Wird bei Frühgeborenen später geimpft?
Nein, nach dem tatsächlichen Lebensalter. Frühgeborene haben weniger mütterliche Antikörper mitbekommen und brauchen den eigenen Schutz eher früher als später.
Quellen
- Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz: Impfplan Österreich 2026.
- Fachinformation Hexyon, Sanofi Pasteur, Stand 2025.
- Offit PA u. a.: Addressing parents' concerns: do multiple vaccines overwhelm the infant's immune system? Pediatrics 2002;109:124–129.
- Mitkus RJ u. a.: Updated aluminum pharmacokinetics following infant exposures. Vaccine 2011;29:9538–9543.
- World Health Organization: Pertussis vaccines – WHO position paper. Weekly Epidemiological Record 2015.
Dieser Text ist allgemeine Information und ersetzt kein ärztliches Gespräch: Er kennt Ihre Vorgeschichte nicht und kann Sie nicht untersuchen. Wenn etwas an Ihrer Lage von dem abweicht, was hier steht, ist genau diese Abweichung das Entscheidende.
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